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BLUE in Tralee

Bil 1.jpgJob Shadowing im Bereich Blended Learning Usability in einer Sprachschule – mein besonderes Interessengebiet. Nach zehn Jahren Erfahrung in diesem Bereich an Volkshochschulen und im universitären Bereich und mit Englisch als Schwerpunkt bin ich sehr gespannt, wie die Sprachschule Blended Learning in ihren Kursen nutzt, auf welche technische Ausstattung sie zurückgreift und welcher weiteren digitalen Elemente verwendet werden.

Bild 2 .jpgIm Englischunterricht – begonnen wurde mit einem traditionellen Einstufungstest, bei dem schriftlich per Multiple-Choice-Fragen das Niveau festgelegt wurde - wurde schnell deutlich, dass keine modernen Medien eingesetzt werden. Statt interaktiver Whiteboard gibt es ein klassisches Whiteboard, an der der Dozent seine Fähigkeit zur Erstellung von Tafelbildern beweisen kann. Am Dienstag fand Alison, eine der beiden Besitzerinnen, etwas Zeit um sich mit uns drei „Job Shadows“ zum Thema Blended Learning zusammenzusetzen. Dort wurde bestätigt, dass die Schule im Unterricht keine derartigen Angebote nutzt. Sie ist momentan mit der Erstellung von Unterrichtsmaterialien für eine Moodle-Plattform beschäftigt, die die angestellten Lehrer mit Inhalt füllen, um eine Lösung für das Problem der Entlohnung zu finden und sie in den Ferien zu beschäftigen – kommt mir sehr bekannt vor, denn bereits zu Zeiten von Freelearning war ja die Frage nach der Honorierung von Materialerstellung entscheidend, von Copyright nicht zu reden. Die Moodle-Klassenräume sollen für distance learning genutzt werden. Hier hat Alison Erfahrung über Telefontraining gesammelt, die in dieses Konzept einfließen soll.

Bild 3.jpg.8Als Referenzmaterial nutzt man die wichtigsten Titel zum Thema wie etwa Barney Barrett und Pete Sharma, Blended Learning: Using Technology in and Beyond the Language Classroom (Oxford: Macmillan 2007) oder Gavin Dudeney und Nicky Hockly: How to Teach English with Technology (Harlow: Pearson Longman 2007).

Neben dem Blick in die Zukunft des Sprachunterrichts lädt das Reiseland Irland zu einem Blick in die kulturträchtige Vergangenheit ein – ein interessanter Kontrast. Tralee in der Graftschaft Kerry im Südwesten bietet eine Fülle von Sehenswürdigkeiten aus der bewegten Geschichte Irlands. Am Samstag stand ein Besuch von Killarney und dem Killarney National Park auf dem Programm. Am Ufer des Loch Léin steht die Ruine des Ross Castle aus dem 15. Jahrhundert, einst vom regierenden Clan O’Donoghue Ross erbaut. Die Bootsfahrt auf dem Loch Léin („See des Lernens“) führte uns an Innisfallen Island vorbei. Auf dieser Insel finden sich die Reste des einst mächtigen Klosters Innisfallen Abbey, einer Abtei, die der heilige Finian im 7. Jahrhundert gründete. Im Laufe von über 700 Jahren gewann die Insel einen Ruf hoher Gelehrsamkeit. Zwischen 1215 und 1320 entstand hier mit den Annalen von Inisfallen, der ältesten mittelalterlichen Chronik Irlands eines der wichtigsten Dokumente der irischen Frühgeschichte. Die einzige erhaltene Handschrift findet sich heute in der Bodleian Library in Oxford.

Bild 4.jpg.610 km von Tralee findet sich die Ruine der Adfert Cathedral. Im 6. Jahrhundert gründete St.Brendan „der Seefahreer“ an diesem Ort angeblich ein Kloster. Drei mittelalterliche Kirchen folgten auf dem Gelände; die älteste ist die Kathedrale, die ins 12.-17. Jahrhundert zurückdatiert wird.

Ein weiteres Highlight, wenn nicht DAS Highlight irischer Kulturgeschichte ist das Book of Kells in der Bibliothek des Trinity College Dublin – aber das ist eine andere Geschichte. ;)

Dr. Astrid Krake

Sprache lernen auf der Grünen Insel

Wie werden im englischsprachigen Raum digitale Medien ins Lernen einbezogen. Das erfuren wir in Tralee, Irland vom 6. Juli bis zum 12. Juli 2018.

Burg_Burda.jpg6. Juli: Nach einer kurzweiligen Anreise per Flugzeug von München über Dublin nach Kerry hat mich ein Taxi zur Adresse meiner Gastfamilie gebracht. 1. Überraschung: „Niamh“ spricht man „Nieve“ und der Taxifahrer sprach gar nicht so anders, wie ich es erwartet hätte. So konnte er mir schon einiges über die Gegend erzählen. In Tralee angekommen konnte ich dann auch gleich eine meiner „Mitstreiterinnen“ Angelika als Mitbewohnerin bei der gleichen Gastfamilie treffen.

7. Juli: Niamh begleitete uns beim ersten Mal zu Fuß zur Celtic School of English, von wo um 10 Uhr ein Ausflug für die Schüler nach Killarney geplant war. Wir fuhren in einem Bus mit jungen erwachsenen Chinesen, die auch zum Englischlernen in Tralee waren. Der erste Stopp war an einem Aussichtspunkt über den See Lough Leane. Nach einer Pause bei Ross Castle ging es auf eine Schifffahrt mit dem Elektroboot über den See. Daran anschließend hatten wir freie Zeit für einen Bummel durch Killarney. Faszinierend in diesen Städten ist die Farbenpracht der Häuser. Den Tag beendeten wir mit einem gemütlichen Abendessen bei angeregter Unterhaltung über das Leben als Irin bis spätabends.

8. Juli: Nachdem wir den Sonntag zur freien Verfügung hatten, beschlossen wir drei, mit dem public bus nach Dingle  zu fahren. Der Tag startete mit einem leichten Nieseln, aber ab dem späten Vormittag klarte es auf und wurde, wie praktisch während der ganzen Reise, wieder ein wunderbar sonniger Tag. Auf dem Weg über die Dingle Peninsula zeigte sich Irland mit grünen Hügeln, vielen Schafen, Kühen und einem herrlichen Blick auf die Küste von seiner schönsten Seite. Dingle ist ziemlich touristisch und auch wieder sehr bunt. Eine Bootsfahrt um Fungie, den in der Bucht lebenden Delfin zu sehen, ließen wir uns natürlich nicht nehmen.  

Gruppe_Burda.jpg9.Juli: Heute geht’s zum ersten Mal in die Schule. Um 9.30 Uhr trafen wir uns da und erhielten von Anne O’Keeffe unsere Unterlagen für den Unterricht und einen Einstufungstest. Wir hatten immer vormittags von 9.30 bis 11 Uhr zusammen mit Tracy aus China, Mattanelle aus Italien und Alex und Sven aus Deutschland bei Eoin (Owen) und von 11.30 bis 13 Uhr bei Brian Englischunterricht. Am Nachmittag lernten wir die zweite „Chefin“ der Schule, Alison, kennen und besprachen, welche Erwartungen und  Voraussetzungen wir haben und wie wir am effektivsten in den Schulalltag dort hineinschnuppernkönnen.

10. Juli: Der Vormittag brachte wieder Sprachunterricht mit, für mich tief vergrabener, Grammatik. Am Nachmittag folgten wir Alison in eine Schule, wo uns 46 Sprachschüler aus Spanien (zwischen 14 u 16 Jahren) erwarteten. In 2 Gruppen (die 2. übernahm Shannon) sollten die Kids einen irischen Tanz bzw. ein Musikstück für den Abschlussabend ihres Aufenthalts ausarbeiten. Das erwies sich als nicht so einfach, da einige absolut talentfrei waren. Im Anschluss hatte Anne noch etwas Zeit, um mir einen etwas tieferen Einblick in das Management der Celtic School of English zu geben.

Am Abend gab es einen Höhepunkt des Aufenthalts: die erwachsenen Schüler trafen sich mit Alison in Bettys Bar um einen original irischen Abend im Pub kennen zu lernen. Zum Aufwärmen spielte Alison ein paar Stücke zum Mitsingen und nach und nach trudelten noch andere Musiker ein, um – einfach zum  Spaß – miteinander zu musizieren. Es wurde ein fröhlicher, musikalischer Abend. Bettys Bar

11. Juli: Vormittags Sprachunterricht. Zum Lunch verzichteten wir heute auf das sonst von den Gastfamilien mitgegebene Lunchpaket und gingen zum Fischessen in ein Lokal. Es war sehr lecker! Am Nachmittag hat Alison mit uns dreien die – aus Ihrer Erfahrung – Vor- und Nachteile eines Sprachunterrichts online analysiert. Wir haben dann auch eine Sequenz mit Alison und Angelika als Lehrerund Astrid und ich als Teilnehmer per WhatsApp Video durchgespielt.

Mein Fazit daraus ist: an meiner vhs kann man zwar online Sequenzen in den normalen Unterricht einbauen (das Equipment dafür ist auch vorhanden und wird genutzt) aber für einen Unterricht über diverse Plattformen sind unsere TN noch nicht bereit.

12. Juli: Die erste Vormittagslektion bei Eoin habe ich noch mitgemacht; danach hat mich Niamh abgeholt und zum Flughafen gebracht. Nachdem der von Ryanair in der Woche vorher angekündigte Pilotenstreik abgesagt wurde kam ich ohne Probleme in München an!

Dolphin_Burda.jpgDiese Tage in Tralee haben mir einen tiefen Einblick in das Leben und Arbeiten in einer quirligen irischen Kleinstadt und vor allem einer kleinen, aber sehr umtriebigen Sprachenschule gewährt. Vor allem beeindruckt hat mich die irische Gastfreundschaft und Freundlichkeit der Menschen und die wunderschöne Landschaft.

Karin Burda

Blue Job Sharing Irland 2018

Im Juli 2018 verbrachte ich zwei Wochen in Tralee, County Kerry, in Irland um meine Englischkenntnisse zu erweitern und mich auf die CAE Prüfung im Herbst vorzubereiten.

Tralee ist eine kleine Stadt an der Westküste Irlands. Dort wohnte ich zwei Wochen lang bei einer Gastfamilie. Von Montag bis Freitag verbrachte ich den Vormittag in der Schule (Celtic School of English). Der Unterricht wurde von erfahrenen Dozenten geleitet, die den Unterricht für mein Niveau sehr professionell und unterhaltsam hielten. Den Nachmittag verbrachte ich oft mit Alison, die mich, zum Beispiel, mitnahm, um sie beim Unterricht der chinesischen Collegegruppe zu unterstützen. Das war eine Erfahrung, die ich im Leben nicht mehr missen möchte.

3_CliffsofMohar.jpgDa wir auch jeden Samstag einen Ausflug machten, zu  denen die chinesischen Studenten auch mitgingen, erfuhr ich sehr viel über die Kultur, das Leben in China und ihre Lebensweise. Da habe ich wirklich viel dazu gelernt. Einen anderen Nachmittag verbrachten wir in einer Klasse mit Schülern aus Spanien, die dort ein Jahr lang unterrichtet werden. Wenn es keine Unterrichtsmöglichkeit gab, füllte ich Prüfungsbögen aus.

Das Beste an dieser Schulung waren die Ausflüge. Mein erster Ausflug war eine Busfahrt nach Lake Killarney und von dort aus zum Ross Castle. Danach fuhren wir nach Killarney. Für mich gehört diese Stadt zu den schönsten Städten Irlands. Die Pubs dort sind defenitiv einen Besuch wert.

1_Dingle_Kelker.jpgAm nächsten Tag fuhren wir privat nach Dingle. Dingle zeichnet sich an den vielen bunten Häusern aus. Viele Touristen kommen auch nach Dingle um Fungie zu sehen. Fungie ist ein Delfin, der dort in dem Gewässer lebt und die Touristen entertained.

2_CliffsofBallybunion.jpgEine weitere Attraktion war der Rundgang um die Cliffs of Ballybunion. Auch sehr interessant war der Besuch des Gail (Prison) of Cork City und die Stadt Cork . Sehenswert dort ist der „English Market“.

Genauso impossant waren die Cliffs of Mohar. Einfach sehenswert!

4_MockRoseCastle.jpgAm letzten Samstag meines Aufenthaltes in Tralee verbrachte ich mit meiner Gastfamilie. Wir machten einen Ausflug zum Mock Ross Castle bei Killarney und tranken dann zum Schluss noch ein Guinness in einem tollen Pub in Killarney.

Angelika Kelker