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Trikala - Antike trifft auf Moderne

Zu den wohl wichtigsten Erfahrungen, die ich in Trikala machen durfte, gehören die manchmal schmerzhaften Konfrontationen mit meinen Vorurteilen. Griechenland hat eine merkwürdig paradoxe Stellung in meinen Vorstellungen. Da ist das antike Griechenland, die Wiege Europas, der abendländischen Kultur und Philosophie, das Land, in dem die ersten Formen von Demokratie entwickelt wurden, in dem die Grundlagen wissenschaftlichen Denkens gelegt wurden auf denen wir heute noch aufbauen. Und dann das heutige Griechenland als Tourismusziel mit beeindruckender Landschaft, wunderbaren Stränden und berühmten Inseln in der Ägäis.

Es gibt eine wechselvolle und problematische Beziehung von Deutschland zu Griechenland, die in der Finanzkrise wieder offenbar wurde. Daher war es für mich wichtig, nicht als Tourist, sondern mit einer Aufgabe nach Griechenland zu reisen. Das hat mir neue Erfahrungen ermöglicht und neue Perspektive eröffnet.

Trikala war für mich in zweifacher Hinsicht ein großer Gewinn. Zum einen war ich dort mit einer Gruppe aufgeschlossener und wunderbarer Menschen aus ganz unterschiedlichen Volkshochschulen und zum anderen traf ich Menschen innerhalb und außerhalb der Schule, die mir neue Einblicke und Einsichten ermöglichten für die ich sehr dankbar bin. Beeindruckend empfand ich die Gastfreundschaft, die uns wie völlig selbstverständlich entgegengebracht wurde. Beeindruckend war aber auch, wie innovativ und tatkräftig digitale Tools ausprobiert und weiterentwickelt wurden. Es wirkte so unverkrampft, so offen, wie wir uns dies für unsere Gemeinde, unseren Landkreis wünschen würden.

Griechenland, die Wieg unserer abendländischen Kultur und die Wiege der Demokratie. Über das antike Griechenland weiß ich wahrscheinlich mehr, vor allem aus meinem Studium der Philosophie, aber auch über die griechische Mythologie, die großen Einfluss hat auf die Entwicklung der Psychologie und besonders der Psychotherapie. Doch das moderne Griechenland war für mich „terra incognita“. Das meiste wusste ich aus Zeitungen und Nachrichten über die Griechenlandkrise, etwas über die Probleme mit dem Ankommen von Geflüchteten, die das Land vor schwierige Probleme stellen.

Griechenland hat eine lange und schwierige Geschichte, in der Deutschland immer wieder eine verhängnisvolle Rolle spielte. Im 2. Weltkrieg verübte die Wehrmacht ungeheure Greueltaten, die bis heute in der deutschen Öffentlichkeit kaum wahrgenommen werden. Auch dass praktisch keine Reparationen nach dem Krieg gezahlt wurden und bis heute eine, von den Nazis erzwungene Anleihe nicht kompensiert wurde, ist in Griechenland sehr bewusst, in Deutschland praktisch unbekannt. Dies Geschichtsvergessenheit macht die Missverständnisse und die Überheblichkeit der deutschen Politik, der Medien und Öffentlichkeit deutlich. So konnte sich die Unterstützung Griechenlands in seiner großen Krise unwidersprochen kleingeistig und sogar etwas verächtlich geben. Griechenland nicht als Tourist zu besuchen, sondern die Möglichkeit zu bekommen, in direkten Kontakt mit Menschen zu kommen, ist der große Vorzug von BLUE im Rahmen von Erasmus+. Das hat mich neben meinem beruflichen Interesse bewogen, an der Reise teilzunehmen.

Automat.jpg.2Es war für mich ein tiefes Erlebnis mit vielen guten Erfahrungen nicht nur mit den Mitarbeitern von Aketh, der Bildungseinrichtung, die unser Gastgeber war, sondern auch mit der Gruppe selbst. Sie allein war eine Erfahrung für sich in ihrer Vielfalt, ihrer Freundlichkeit und ihrem Respekt innerhalb und außerhalb.

Trikala gehört zu den Smart Cities Griechenlands. Es wurden, auch dank europäischer Förderung, digitale Projekte zum eGovernement entwickelt. Dazu gehört eine Smart Card für jeden Bürger, durch die Behördengänge wesentlich erleichtert oder ganz überflüssig werden. Dafür steht ein Terminal im City Center zur Verfügung, der einem Geldautomaten sehr ähnlichsieht, aber statt Banknoten Dokumente ausgibt.

Um Angehörigen die Pflege bei leichter Demenz zu erleichtern, wurde ein Projekt zur Überwachung in Notfällen eingerichtet. Dabei bekommen die Patienten ein Armband, das erkennt, wenn sie die Orientierung verloren haben, der Blutdruck zu hoch ist oder sie gestürzt sind. In diesem Fall wird über die Zentrale ein Arzt alarmiert. Dieses Armband arbeitet auf der Basis von künstlicher Intelligenz und lernt daher gefährliche von weniger gefährlichen Ereignissen zu unterscheiden. Obwohl dieses Projekt erfolgreich war, kann es aus finanziellen Gründen nicht weitergeführt werden. Das ist schade, da die Erfahrungen auch für die Pflege bei uns sehr wertvoll sein können.

Trikala hat für sechs Monate den Probebetrieb eines selbstfahrenden Buses in der Innenstadt aufgenommen. Dieser Bus wurde nur über die Zentrale kontrolliert. Es gab keinen Fahrer, der im Notfall hätte eingreifen können. Für uns zumindest kühn und wahrscheinlich nicht durchführbar. Während des gesamten Probebetriebs gab es keinen einzigen Unfall und auch keine Beinaheunfälle, so dass Trikala in Zukunft sechs selbstfahrende Busse für den Regelbetrieb einsetzen wird.

Partner von BLUE war der Bildungsanbieter AKETH. Unsere Lehrer Achilleus und Gianni führten uns das Lernmanagement Moodle ein. Dazu nutzen sie die neueste Version von Moodle Cloud. Da Moodle Cloud nicht installiert werden muss, konnten wir direkt mit einem eigenen Moodle arbeiten und nahezu den vollen Umfang der Funktionen nutzen. Wir entwickelten Layouts für eigene Kurse, die wir zwar aufgrund von Zeitmangel nicht fertig machen konnten, die uns aber viele Denkanstöße gaben und mich dazu angeregt haben, mich weiter damit zu beschäftigen.

Ergänzend wurden wir von Gianni mit dem Plugin H5P vertraut gemacht. Das ist eine außerordentlich effektive und attraktive Software, die das Spektrum der Moodle Funktionen erheblich erweitert und erlaubt spielerische Elemente in den Kursen zu verwenden. Spannend fand ich die Möglichkeit Videos interaktiv zu machen und dadurch die Aufmerksamkeit zu erhöhen. H5P erlaubt spielerische Elemente in Moodlekurse einzubinden wie z. B. Flashcards, Memory, das Auffinden von hot spots in Bildern oder mittels Aufnehmen und Ablegen Elemente zu verbinden. Sehr interessant ist auch die Möglichkeit Sprachkurse mit Audio zu versehen und die korrekte Aussprache zu üben. Am Rande sprachen wir auch kurz über „Big Blue Button“, ebenfalls ein Plugin für Moodle, das es erlaubt Videokonferenzen zu machen.

Burg.jpgTief beeindruckend waren für mich unsere Ausflüge. Wir machten eine Exkursion zum Kloster des Heiligen Stephan. Grieche Klöster in Thessalien sind auf hohen nur schwer zu besteigenden Felsen erbaut. Dadurch bekommen sie eine nahezu schwebende Lage zwischen der unten liegen-den Erde und dem weiten Himmel darüber.  Einerseits waren die Mönche und Nonnen der irdischen Welt entrückt, doch andererseits in einer Enge und unter einer Kontrolle, die zu sehr irdischen Konflikten führen konnte. Das Klosterleben war sicherlich hart. Schon die Pflege der Gärten erforderte einigen Mut, wenn man sieht, wie sie auf den Felsen angelegt sind. Viele der Klöster schufen wundervolle Ikonen und sakrale Gewänder, wie sie in der Ausstellung des Klosters gezeigt werden.

Ich hatte die Gelegenheit mit einem der Mönche des Klosters sprechen zu können. Er bedauerte die ökonomische Verwertung des Sakralen, aber hielt sie für unausweichlich. Klöster sind heute ökonomisch getriebene Unternehmen. Ohne die Einkünfte durch die Touristen würden sie verfallen, da das Geld fehlt, sie zu unterhalten. Doch durch die Einnahmen aus den berühmten Klöstern wird der Erhalt von einigen wenigen gesichert, die auch weiterhin nach den alten Regeln leben und ihre Spiritualität erhalten.

Auch diese Klöster gehen mit der Welt von heute. Digitalisierung ist ein wichtiges Thema einmal in der Kommunikation der Klöster untereinander etwa über Videokonferenzen, zum anderen in der Konservierung und Rettung klösterlicher Artefakte. Geplant sind auch die Entwicklung virtueller Rundgänge in VR (virtuel reality) und dreidimensional, die Besuchern auch die Teile eines Klosters erschließen könnten, die sonst nicht zugänglich sind. Gedacht ist auch augmented reality einzuführen. Dann können Besucher über ihr Handy weit mehr Informationen zu den Ausstellungsstücken bekommen, als dies jetzt möglich ist.

Gruppe_Flaggen.jpgWenn es zu den Zielen von BLUE gehört, eine tiefe Resonanz hervorzurufen, dann wurde dies bei mir erreicht. Ich sehe heute Griechenland mit anderen Augen und freue mich auf Möglichkeiten einer aktiven künftigen Zusammenarbeit.

Peter Westebbe

Entspannt lernen und kreativ werden

Von 6. bis zum 12. Mai 2018 nahm ich an der Fortbildung BLUE Blended Learning Usabitlity Experience des Bayerischen Volkshochschulverbandes teil. Meine Motivation war, meine Englischkenntnisse zu verbessern und meinen Unterricht durch Online-Lernen attraktiver und flexibler zu gestalten.

Es war für mich die zweite Teilnahme an einer Erasmus+ KA1-Mobilität und die erste Reise nach Griechenland. Da ich Deutsch als Fremdsprache, Spanisch und Französisch unterrichte, und Englisch im beruflichen Kontext selten brauche, war ich nicht sicher, ob meine Kenntnisse dem Anforderungsprofil entsprechen, zumal es die erste Fortbildungsteilnahme an einem rein englischsprachigen Kurs war. Diese Zweifel stellten sich als unbegründet heraus, denn ich konnte sowohl den dargestellten Ausbildungsinhalten folgen als auch an Gesprächen und Diskussionen teilnehmen. In Bezug auf Online-Lernen hatte ich einige Vorerfahrungen als Lernerin und nur bedingt als Dozentin.

Durch die Teilnahme konnte ich die Strukturen meiner entsendenden Organisation besser kennen lernen. Jetzt fühle ich mich mehr als Teil der Volkshochschule bin mir der progressiven Ansätze in der Erwachsenenbildung bewusstgeworden. Die Kontakte möchte ich beruflich und privat weiter pflegen.

Es hat mir sehr viel Spaß gemacht, speziell in dieser Gruppe zu lernen, auch die Dozenten waren meiner Meinung nach sehr kompetent und an uns als Lernenden interessiert.

Präsentation.jpgIm Verlauf des Kurses wurden wir in die Geschichte von Fern, E- und Blended Learning eingeführt und wir arbeiteten mit der Lernplattform Moodle. Zudem lernten wir verschiedene PlugIns dieser Lernplattform kennen und wendeten sie an, z.B. HP reveal und H5P. Diese Kenntnisse möchte ich noch vertiefen und habe mich dazu zu zwei Kursen bei der MVHS Dozentenfortbildung angemeldet.

Im Vorfeld und im Nachgang arbeiteten wir in einem Webinar zusammen und auch auf der Lernplattform Mahara. Auch das Tool Evernote kannte ich bis dahin nicht und so kann ich feststellen, dass es sich in Bezug auf die Ausbildungsinhalte sehr lohnenswert war, teilzunehmen. Es wurde Vieles geboten, und was man weiter benutzt, muss man dann für sich entscheiden.

Wir lernten Trikala in touristischer, historisch-kultureller, kulinarischer Hinsicht kennen und diskutierten mit lokalen Akteuren z.B. in der Stadtverwaltung über Chancen und Probleme Tempel.jpg.1der Digitalisierung. Außerdem besuchten wir Plastira/Limni und die berühmten Klöster von Metéora.

Alles in allem war das Programm ausgewogen und ich denke, dass man als Teilnehmer natürlich im Nachgang Einiges erbringen muss, wenn man den Lernprozess fortsetzen und das Gelernte wirklich in den Arbeitsalltag einbringen möchte.

Abschließend stelle ich fest, dass die Reise und die gemachten Erfahrungen mich nachhaltig beeindruckt haben. Da es mich sehr interessierte, mehr über die griechische Gebirge.jpg.1Geschichte und Kultur einzutauchen und landeskundliche Kenntnisse aufzufrischen, habe ich in den Wochen danach viel über das Land gelesen. Bei der MVHS habe ich mich im Bereich Dozentenfortbildung noch für H5P und Starter Kit Moodle angemeldet. So werde ich das Gelernte sehr schnell in meine Praxis einbauen können.

Sophia Padoan

Trikala 2018 - Grundlagen des e-Learning

Übersicht über e-Learning-Systeme und Einführung in Moodle

Lerning_Circle.jpgDas BLUE-Training in Trikala, Griechenland, gab im Gegensatz zu dem Training in Estland, das auf spezielle Tools im konkreten Unterricht fokussierte, eine gute Einführung in die Grundsätze von professionellem Distance Learning und einen breiten Überblick über die e-Learning-Landschaft.

E-Learning ist dabei nicht zwangsläufig Distance Learning (Computer können auch im persönlichen Unterricht eingesetzt werden). In den meisten Fällen wird dies aber der Fall sein. Für die Planung und Vorbereitung einer e-Learning-Strategie in einem bestimmten Kontext und die Planung konkreter Angebote muss aber immer geprüft werden, welche Methode die angemessene und effizienteste ist.

Dabei ist Blended Learning oft das Mittel der Wahl. Hier werden verschiedenen Technologien miteinander gemixt. Der Mix ist von Thema und der Zielgruppe abhängig und kann optimal auf diese Parameter eingestellt werden. Im Blended Learning gibt es keine allgemein gültige Regel, die Mischung hängt immer vom Wissensstand und der Vorbildung ab.

Die einfachste Form des e-Learning ist das sogenannte „Open Learning“, bei dem Materialien zum Selbstlernen zur Verfügung gestellt werden. Es ist nicht gebunden an formale Bildung bzw. Methoden oder Alter, Zeit, Ort und Raum. Am Anfang steht immer die Frage nach den drei „W“ - Was will man vermitteln? Wem will man es vermitteln? Wie soll das geschehen? Daraus ergeben sich dann Format, Mischung und Methoden des Blended oder e-Learning.

In einer zweiten Lektion wurden uns verschiedene LMS (Learn Management System) Produkte vorgestellt, mit den entsprechenden Einsatzgebieten bzw. ihren Vor- und Nachteilen. Zuerst stellt sich die Frage nach der technischen Umgebung eines LMS, z.B. server- oder cloudbasiert. Moodle ist dabei eine der im Bildungsbereich mit am weitesten verbreitete LMS-Plattformen. Es ist Freeware und hat einen sehr großen Funktionsumfang. Zudem können viele Drittanbieter-Plugins implementiert werden. Kritisch zu sehen ist der hohe Grad an Komplexität, der Anfängern das Arbeiten mit Moodle erschwert.

Ein großer Vorteil von Moodle ist die Verfügbarkeit von Servern auf Seiten des bvv. Dadurch ist ein freier Zugang für Volkshochschulen, Kursleiter und Teilnehmer garantiert. Eine Abhängigkeit von externen Servern besteht nicht. Auch kann Moodle problemlos mit Mahara kombiniert werden („Mahooodle“).

Weitere empfohlene Plattformen sind CourseSites by Blackboard (sehr professionell), allerdings keine Open Source Software. Weiter vorgestellt wurden canvas, Atutor, Ilias, eFront, Schoology, Latitude Learning und Sakai.

With_Refugees.jpgIn einem zweiten Teil wurde uns die Moodle-Plattform näher vorgestellt. Es gibt ca. 72.000 Learning Sites auf moodle basierend in 233 Ländern, mit mehr als 400.000 Nutzern. Nutzer können verschiedene Rollen einnehmen - Studenten, Lehrer, Administratoren und weitere Zwischenformen. Jede Rolle verfügt über unterschiedliche Rechte. Grundsätzlich unterscheidet Moodle zwischen dem „Topics Format“ (thematischer Aufbau) und dem „Weekly Format“ (chronologischer Aufbau). Letzteres dient dazu, Teilnehmer immer dasselbe Material zur selben Zeit behandeln zu lassen. Das Topics Format dagegen ist freier und abhängig vom Vorwissen der Nutzer. Moodle enthält eine große Zahl an Werkzeugen, Aktivitäten und Ressourcen, mit denen ein Lernraum kreativ und effizient gestaltet werden kann, z.B. Datenbank, Forum, Aufgaben, Chats, Quiz, Umfragen, Wiki, Glossar, etc. Mit dem Tool „BigBlueButton“ kann eine Videokonferenz geschaltet werden. Mit „H5P“ können interaktive Lernelemente erzeugt werden, die auf Eingaben des Nutzers individuell reagieren. Auch „Augmented Reality“ kann entwickelt werden. Eine „Gamification“ mittels externer Plugins ist eine Methode, die nicht nur bei jungen Teilnehmern stark zur Lernmotivation beitragen kann.

Zudem erhielten wir eine Einführung in den elektronischen Bürgerservice der Stadt Trikala, die ihr Projekt „e-Trikala“ mit einem Beschäftigungsprojekt für Flüchtlinge verbindet. In einem zentralen Büro werden alle Bürger zu den digitalen Diensten beraten, Flüchtlinge werden als Berater ausgebildet. So werden zwei elementare gesellschaftliche Herausforderungen in einem Projekt angegangen.

Robotics_Teacher.jpgBei einer weiteren Exkursion konnten wir den „control room“ im Rathaus der Stadt Trikala besichtigen, auf dem (wie auch auf öffentlich zugänglichen Internetseiten) wichtige kommunale Infos in Echtzeit einzusehen sind. Im AKETH schließlich wurde uns auch das AKETH-Innovation Robotics Lab vorgestellt, wo kleine Roboter programmiert werden, die selbstständig Aufgaben erledigen können.

 

Joachim Schön

Claudia and the seven BLUE … (*) on a Greek adventure

*insert preferred characterization

Sonntag, 6.5.18

Reibungsloser Flug nach Thessaloniki, wo die Griechischkenntnisse der Mitteil-nehmenden Dagmar den Fund des Mietwagenbeauftragten massiv erleichterten. Etwas komplizierte (verteuerte) Mietwagenübernahme, dann kurzweilige Drei-stundenfahrt nach Karditsa, Check-in im hübschen Hotel Kierion und spätabends erstes Kennenlernen der anderen Miterlebenden und des lokalen Spätessens.

Montag, 7.5.18      

Nach dem Frühstück erste Busfahrt nach Trikala ins Trainingszentrum AKETH mit sehr nettem Empfang durch Achileas, Isabella und anderen. Nach der ersten, technisch etwas Brücke.jpg.2holperigen, Schulung (wer bietet wo, was & wie online an) ab zum gemeinsamen, lokalen Mittag-essen (inkl. Erlernen des erweiterten Konzepts „Mittag“). Danachfreie Zeit um zuerst Trikala und nach Busshuttle auch noch Karditsa vor dem späten, austauschreichen Abendessen zu erkunden.

Dienstag, 8.5.18

Busshuttle zum Zentrum des e-trikala mit Vorstellung des Konzepts der Smart-City (u.a. Tele Health) und der laufenden und bereits abgeschlossenen Projekten. Leider durch die notwendige Simultanübersetzung wegen Schild_Trikala.jpgeiner zweiten anwesenden, nicht-englischsprachigen Gruppe nicht ganz so effektiv. Danach im AKETH Begriffsentwirrung E-/Blended Learning/Teaching und Vorstellung unterschiedlicher LMS & CMS und deren Vor- & Nachteile.

Mittwoch, 9.5.18            

Ereignisreicher Tag mit dem Besuch der „Kommandozentrale“

 von Smart Trikala im Rathaus und der Vorstellung eines extrem sinnvollen Automaten,
 an dem sich Bürger selbständig Dokumente ausdrucken können. Nach einer weiterenRobotics.jpg
 kurzen Schulung im AKETH ein Spaziergang zur Besichtigung der Moschee und des ehemaligen Hamams/Gefängnisses und jetzigen Museums. Nach dem Mittagessen Rückkehr ins Trainingszentrum zur Vorstellung des Bereichs Robotik mit Präsentation und VorFührung – Trainings werden für jede Altersgruppe angeboten, im Bereich Robotik speziell für (Grundschul-)Kinder, die in verschiedenen Projekten schon diverse Preise gewonnen haben. 

Donnerstag, 10.5.18

Ausflug zu den beeindruckenden Meteoraklöstern. Bei Rückkehr nach Trikala Besichtigung Schuhplattler.jpgder ehe-maligen Festung und des Clock Towers. Nach-mittags Schulung rund um H5P (open source) und die Möglichkeiten damit verschiedenen Content für Moodle etc. zu erstellen. Ausklang mit einem folkloristisch angehauchten Abend mit Musik und Tanzeinlagen.

Freitag, 11.5.18

Ausflug zum Plastiras Stausee mit anschließender Pause in einem beeindruckend hübschen Hotel mit Seeblick. Trotz – wieder mal – sintflutartiger Regenfälle einigermaßen trockenen Terasse_Ausblick.jpgFußes Rückkehr ins AKETH um mit „augmented reality“ und den Einsatzmöglichkeiten im E-Learning zu experimentieren. Sammlung von Wünschen (z.B. H5P Plug-in auf Mahara, Moodle App etc.) und abschließende Verabschiedung von den sehr hilfreichen und freundlichen Betreuern vor Ort.

Samstag, 12.5.18

Sonnenuntergang.jpgAbfahrt um 4:00 Uhr morgens Mietwagenfahrt zum Rückflug ab Thessaloniki. Der Sonnenaufgang rundete das sehr schöne und lehrreiche Programm für mich ab.

 

Jürgen Ettenauer

BLUE – "enjoy the ride"

Our group met at the Athens' airport on Sunday, May 6th, around 3 p.m. local time. After a short while to get to know each other we headed the highway for a four hour trip to Karditsa, where we would stay for the week.

The bus was very comfortable and the trip was ok. I just found it quite annoying that because the driver was in a hurry to get back to Athens, we got just one short break during the whole time on the road. When we finally got to Kierion Hotel, where we stood in Karditsa, I was very happy to get to my room and feel comfortable. After that we met two of AKETH's trainers, who came to our hotel on just to welcome our group and have dinner with us. I found it very kind of them, especially because it was a Sunday evening, when they weren't supposed to be working. The dinner was very simple, but ok. I found our group very pleasant to be around and enjoyed the easy going atmosphere at the table.

On Monday, our first training day, the missing four members of our group, who came to Trikala after flying Thessaloniki, joined us at AKETH, where our classes took place. We got some interesting information about Trikala as a "smart city" and the differences between distance, e-, blended and open learning, as well as to what is most important to bear in mind when creating anything on Moodle.

On Tuesday, day 2, we spent the day in Trikala. In the morning we visited a research centre and learned about e-Trikala, and the afternoon was spent at AKETH, learning about many different e-tools and which of them would suit our work and goals the most.

Day 3 started in Trikala, with a visit to the control centre of eTrikala. Before lunch, we visited an old mosque in Trikala and a museum – earlier people went there to bath and later it turned into a prison. In the afternoon, we had our first experience working with Moodle, at AKETH. Before returning to the hotel, we joined a second group of AKETH's trainees coming from Turkey, to see a very interesting presentation of robots developed at AKETH.

On day 4 we drove to Meteora – an orthodox monastery and cultural heritage of UNESCO - and back in Trikala we visited a very old castle with the most beautiful view over the city. In the afternoon we could get ahead with some practical work at AKETH and create our own exercises and activities on Moodle. In the evening, there was a surprise event waiting for the two groups – ours and the one from Turkey. We were invited by AKETH to a dinner with typical Greek live music and dancing in a beautiful hotel in the centre of Trikala. The food was very tasty and  the atmosphere light and fun, propitious to the wonderful multicultural mingling that took place between performers, trainers and trainees – for me, one of the greatest highlights of the week.

On day 5, we drove to the Techniti Limni Plastira, a very big lake not very far away from Trikala. Nearby we visited the Kazarma Lake Resort & Spa, where we could enjoy the tasty Greek coffee and biscuits, as well as the wonderful view over the lake. In the afternoon, we were able to deepen our work on Moodle and learned how to use HPReveal, which I found a very interesting tool. In the evening we went to a pub, where we enjoyed some typical Greek finger food and drinks – Uzo and Tsipouro –, as well as some live music by the  bar's owners.

In my opinion, there were topics with some room for improvement. Some information about the possibility of flying to Thessaloniki instead of to Athens would have made a big difference regarding the price of my flight and the rest of the group wouldn't have got to get back to Athens that early, just because of my early flight back to Nuremberg. I also found lunch breaks much too long and a pity that lunch wasn't included in the programme activities, instead of dinner. There were some members of the group not used to eating that much and that late at dinner – I was one of them – and I would have found it much nicer to enjoy the whole day and good meals at lunch with the whole group and just have some fruit or something very light by myself, at dinner, when everyone was tired and could enjoy some quiet free time and some rest at dinner time, perhaps meeting again for some fun together later on And I will never forget the "old timer", in which we were taken back to Athens... :-D

 On a positive note, although I found it quite hard to get used to the Greek time perception, after a while I really could let go of my somehow workaholic side and just "enjoy the ride", which then turned out to be a very nice experience as well.

Besides the enriching information on blended learning and the very interesting visits and trips that we took during the week, the Greek hospitality, the quality of our trainers, the best coffee in the world, the distressed Greek way of living, the easy going atmosphere among all the members of our groups and the opened way Claudia Graab and Peter Westebbe always answered our questions and tried to solved our problems really made this training a very positive (learning) experience for me.

 I want to thank all for this opportunity and great experience, which I strongly recommend and would love to repeat, if there is another BLUE training taking place in the future.

Margarida Bernardo

E-Learning auf Griechisch?

Eine Fortbildung in Sachen Digitalisierung, E-Learning, Blended Learning und virtuelle Realität…wo findet das statt? Paris, London, New York? Nein, Trikala in Thessalien, mitten im Herzen Griechenlands.

„Frau Graab, ist schon klar wo es für mich hingehen soll und wann? “ Ich saß auf Kohlen, denn eigentlich sollte ich dienstlich nach Serbien, wollte gern an einer BVV-/Erasmus-Fortbildung in Estland teilnehmen und dann……“ Frau Galsterer, ich habe Sie auf der Liste für Griechenland.“ Uff, Griechenland…das Land, das mir so überhaupt nichts sagte, wo es mich nie wirklich hingezogen hatte, obwohl ich immer schon ein Fan des Rembetiko war. Also gut, die Fortbildung in Sachen E-Learning, virtuelles Klassenzimmer etc. findet in Thessalien, an einem Ort statt, von dem ich nie im Leben gehört, geschweige denn eine Vorstellung hatte. Als Erwachsenenbilderin lernt man ja immer gern dazu – somit auch in diesem Fall.

Ich flog also nach Athen, um mir die Hauptstadt anzusehen und erfreulicherweise entschloss sich meine Kollegin Monika aus Erlangen, sich mir anzuschließen. Zusammen eroberten wir die Stadt und erklommen die Akropolis. Wir verlebten ein paar wunderbar entspannte Tage mit viel Sightseeing bevor wir am Sonntagmittag am Flughafen in Athen auf die Teilgruppe unserer Fortbildung stießen, um per Shuttle Bus zusammen durch eine vielversprechende Landschaft geschaukelt zu werden Dank der bewundernswerten Fahrkünste des Busfahrers kamen wir sogar noch rechtzeitig zum Abendessen in unser schönes Hotel nach Karditsa.

Montag begann der Fortbildungsteil in Trikala, der ausgewiesenen E-City Griechenlands mitten in Thessalien. Die Schule für alle unsere in-house Aktivitäten nennt sich AKETH -  Developmental Center of Thessaly und liegt am Ortsrand. Die Ausstattung ist für dortige Verhältnisse sicher als gut zu bezeichnen, der Unterschied zu den zumindest mir bekannten EDV-Räumen meiner VHSen doch deutlich niedriger. Innerhalb der Tage in der Schule wurde uns ein umfangreiches Programm der Aktivitäten der dortigen Lehrer vorgestellt.

Zunächst erhielten wir von Achilleas eine Einführung in Programme und die Entwicklung des Fernlernens seit dem Jahr 1728 und vor allem die Unterscheidung der Befgriffe E-Learning, distance leaning etc. Ein amerikanischer Kurzfilm zu diesem Thema wurde gezeigt, der mich beeindruckte genauso wie Achilleas Aussage, niemals die Technik über die Bedürfnisse der Teilnehmenden und den Nutzen des Trainings zu stellen – ein alter Lehrsatz, der leider in der PowerPoint gestützen Lehre/Zeit oft vernachlässigt wird.

Am nächsten Tag wurden wir als erstes per Bus abgeholt und besuchten das Zentrum von E-Trikala. In einem Gebäude der Stadtverwaltung erlebten wir eine Präsentation eines E-Trikala.jpgjungen Unternehmens, das den Auftrag hatte, sowohl das selbstfahrenden Bus, das elektronische Parksystem, die verbrauchsgesteuerte Straßenbeleuchtung zu programmieren und in die Tat umzusetzen. Weitere Daten zum Thema Gesundheitskarte für Roma, Unterstützung für Demenzkranke via Tablet, Arztkonsultationen über Distanz und vieles mehr. Ein wirklich engagiertes Projekt! Leider konnte es in manchen Teilen nicht fortgeführt werden. Am Nachmittag informierte uns Achilleas über die Projekte in denen Aketh eingebunden ist und die es auch europaweit gibt.

Mittwoch war der eigentlichen Umsetzung des Vortags gewidmet. Wir besuchten die Stadtverwaltung wo uns der Bürgermeister selbst, die Kontrollstation für Wasser- und Abwasser, Beleuchtung, Verkehrsaufkommen und …zur unserer großen Verwunderung…die Einnahmen und Steuerausgaben der Stadt zeigte. Nicht zu vergessen das rechtlich noch nicht ganz durchgesetzte System der Urkunden und Bestätigungen, z.B. vom dortigen Standesamt, die die Einwohner elektronisch anfordern können.

Der Rest des Tages gehörte einer Einführung in Systeme wie moodle und das Ausprobieren von Einsatz-Möglichkeiten am eigenen Computer. Nicht zu vergessen, die überaus spielerische Präsentation im Robotics Labor, wo sich unendliche technische Möglichkeiten des Heranführens für Kinder an das Thema Technik mittels Legosteinen aufzeigte. Spielfreude war auch bei den Erwachsenen durchaus vorhanden.

Der Donnerstag war zunächst einem Ausflug gewidmet. Von den Meteora Klöstern hatte ich natürlich schon gehört und sie sind wirklich die Reise wert. Das Kloster St. Stephan ist zur Besichtigung freigegeben und ein Rundgang durchs Innere zeigt frisch restaurierte FreskenTempel.jpg mit allem Beiwerk orthodoxer Kunst. Als sehr naturverbundener Mensch sprachen mich natürlich die Felsformationen zusätzlich an. Am Nachmittag hatten wir nochmal Gelegenheit mit Jiannis im Computer-   raum von Aketh weitere Portale und online-Medien zu erforschen, wie z.B. H5P, Videos einzubinden, Prüfungen und Quizseiten aufzubauen und mit eigens gestalteten online Kurssystemen zu experimentieren.

Der Freitagmorgen führte uns per Bus zum pittoresk gelegenen See Plastyra ca. 1 Std entfernt von Trikala. Eingebettet in etwas höhere Berge vermittelt die Umgebung den Eindruck des bayrischen Voralpenlandes. Nach diesem wirklich landschaftlich schönen Ausflug besichtigten wir die Burg in Trikala und erhielten wertvolle Infos zur Geschichte Gebirge.jpgder Stadt.   Im Anschluß bei Aketh probierten wir weiter an unseren selbstgestalteten Kurssystemen und übten das Einbinden von Stundenplänen, Bildern etc. Moodle ist nun nicht mehr aus den Köpfen wegzuwischen. Ein Zertifikat erhielten wir auch    ganz offiziell in einer kleinen Zeremonie in den Räumen von Aketh zum Schluss dieser Trainingswoche.

Fazit:

Eine fachlich informationsreiche Woche im Bereich EDV, Evernote, Moodle und anderer Portale, Mahara und weitere. Viel Zeit zum Ausprobieren – ich werde diese Erfahrungen sicher zu Hause versuchen in meinem Arbeitsalltag zu nutzen.

Unmengen gegessen, tolle Musik gehört, super geschichtliche Orte und Monumente besucht, abends ausgiebig gelacht beim Ausgehen, Vorurteile abgebaut und interkulturell mal wieder viel gelernt auch in Sachen Zeitmanagement.

Spaß gehabt mit einer Gruppe Kollegen, die ich zuvor bis auf zwei Ausnahmen nicht kannte und sehr gerne wieder treffe!

Danke liebe Claudia fürs Organisieren, Deine Geduld und all die Mühe, die Du noch vor Ort hattest. Danke lieber Peter für die technische Unterstützung, geduldiges Erklären und Deinen Humor.

Susanne Galsterer

Ein Besuch der digitalen Hauptstadt Griechenlands - Trikala

Schirme.jpgObwohl ich über 20 Jahre in Griechenland gelebt habe, bin ich nie nach Thessalien gekommen und so habe ich mich sehr spontan dafür entschieden, das Angebot des BVV wahr zu nehmen, am BLUE-Training teilzunehmen und die Stadt Trikala nicht aus Sicht einer Touristin kennen zu lernen, sondern die Gelegenheit zu haben, Informationen aus erster Hand zu bekommen und gleichzeitig auch zu erfahren, wie in einem anderen Land mit online-gestützten Bildungsformaten gearbeitet wird.

Trikala liegt in der fruchtbaren Ebene von Thessalien und hat mit den umliegenden Dörfern ca. 80.000 Einwohner. Der Aufseher der Burg von Trikala erzählte uns, dass sie eine der ältesten Städte weltweit sein soll, so wurden Keramikscherben aus dem 11. Jhd. v. Chr. in der Nähe der Akropolis entdeckt. Homer berichtet über Trikke (der homerischen Namen, den die Gemeinde noch heute verwendet), dass sie der Ursprungsort des Kults um Asklepios sein soll. 

Kleinbus.jpgSeit 2004 ist Trikala digitale Hauptstadt Griechenlands. Um die verschiedenen Projekte und Aufgaben bewältigen zu können, wurde 2002 die Firma E-Trikala S.A. gegründet, die verschiedenen Projekte in den Bereichen Gesundheit, Transport, Mobilität und Bürgerservice initiiert hat. So wurden inzwischen 35 km Glasfaserkabel verlegt, damit die Bevölkerung Zugang zu schnellem Internet hat. Schon sehr früh wurde den Bewohnern und Besuchern der Stadt freies WiFi zur Verfügung gestellt. Im Bereich Mobilität ist das Leuchtturmprojekt die sechsmonatige Inbetriebnahme eines fahrerlosen Kleinbusses in der Innenstadt. In einem Anschlussprojekt ist die Verbindung der Universität mit dem Stadtcenter über fahrerlose Busse geplant. Des Weiteren gibt es ein „intelligentes Transport Management“, so werden freie Parkplätze angezeigt, es gibt eine App, welche über freie Parkplätze informiert, und wichtige Verkehrsampeln werden elektronisch gesteuert. Im Bereich Gesundheit gab es die Möglichkeit über eine Gesundheitskarte wichtige Daten direkt an den Arzt zu senden, außerdem lief ein medizinisches Projekt für Demenzkranke, die über ein Tablet zur Einnahme von Medikamenten erinnert wurden und außerdem über das Tablet einen Notruf absetzen konnten. Auch die ansässigen Roma haben über die sogenannte Smartcard Zugang zu ärztlicher Grundversorgung.

Control_Room.jpgÜber den Bürgerservice Demothenis kann man die Gemeinde über Probleme informieren, z.B. wenn die Straßenbeleuchtung defekt ist oder es ein Problem bei der Müllentsorgung oder Straßenreinigung gibt. Insgesamt gilt das sogenannte Lebenslagenprinzip, es gibt sogar die Möglichkeit, wie bei einem Bankautomaten Dokumente im Rathaus selber mit der Bürgerkarte auszudrucken. Leider werden diese Dokumente noch nicht vom Staat anerkannt. Kontrolliert werden die eingehenden Informationen im sogenannten Control-Raum im Rathaus der Stadt.

Zu Beginn des Trainings hat Achilleas Kostoulas über die Geschichte des „Distance Learning“ referiert, wobei auch die unterschiedlichen Definitionen (E-Learning, Blended Learning sowie Open Learning) vorgestellt und die Vorteile bzw. Nachteile der unterschiedlichen Lernkonzepte herausgearbeitet wurden. Anschließend wurden uns verschiedene Lernplattformen vorgestellt. Die letzten zwei Tage konnten wir dann unter der Anleitung von Jiannis Papavasileiou selber experimentieren und mit Hilfe unterschiedlicher Software selber Lerninhalte erstellen.

Auf unserem Programm standen auch noch zwei Ausflüge nach Meteora und zum Stausee Plastyra. Begleitet wurden wir immer von der jungen Architektin Isabella, die uns viele zusätzliche Informationen zur Verfügung stellte.

Touristen_Berge.jpgUnsere Gruppe war sehr interessant und wir hatten sehr spannende Diskussionen aber auch viel Spaß miteinander. Ich bin im Sinne von C. Kavafis reich an neuen Erfahrungen und Erkenntnissen heimgefahren und würde mir sehr wünschen, dass auch nach 2018 Mobilitäten für Bildungspersonal über Erasmus gefördert werden. Zum Schluss vielen Dank an Claudia für die gute Organisation und für alle das Gedicht „Ithaki“ von Constantine Cavafis in englischer Übersetzung. Ich bin mir sicher, die meisten von euch werden einen Bezug zu unserer Reise und ihrem eigenen Ithaki finden können.

Dagmar Steffen

Trikala im Jahr 2018 - Vergangenheit und Zukunft

Das BLUE -Seminar in Trikala war eine simultane Reise in die Vergangenheit und in die Zukunft

Vergangenheit I

Griechenland - wie es nur wenige kennen: Der Austragungsort des BLUE-Seminars in Trikala (auch „Smart Trikala“ genannt) in der Provinz Thessalien versprach neue und interessante Einblicke in geschichtliche und aktuelle gesellschaftliche Zusammenhänge. Schon die Anreise über die „ewige Nebenbuhlerin der Hauptstadt Athen“, Thessaloniki, zeigte die bedeutsame historische und aktuelle Beziehung zu den türkischen Nachbarn. Mustafa Kemal Atatürk war hier geboren, und jetzt liegt die Stadt auf der Route der Flüchtlinge aus den großen Lagern in der Türkei nach Europa.Gruppe_Flagge_kl.jpg Erst Anfang des 20 Jh. kam die Stadt und letzte Teile des heutigen Griechenlandes - nach jahrhundertelanger osmanischer Herrschaft, die mit der „griechischen Katastrophe“ endete - wieder unter griechische Verwaltung. Auf diesen „Bruderkonflikt“ werden wir in Griechenland ständig stoßen. Interessanterweise teilten wir uns den Unterricht in der Schule AKETH in Trikala mit zwei türkischen Gruppen - eine aus Istanbul, eine aus dem anatolischen Hinterland - wobei spannend zu sehen war, dass beide sehr entfernt voneinander schienen in Wesen und Verhalten.

Zukunft I

Die digitale Zukunft Griechenlands liegt hinter unscheinbaren Mauern verborgen. Von außen machten weder unsere Schule AKETH, noch die City Hall von Trikala den Eindruck, dass es sich hier um digitale Einrichtungen handelt, die vorbildlich für Europa sind. Von den Lehrerin in AKETH erfuhren wir, dass die Griechen führend in Sachen IT sind, und an vielen großen IT- Innovationen gerade auch in den USA Griechen zentral beteiligt seien. Wir erhielten bei AKETH zuerst eine gute Einführung in das Grundverständnis von e-Learning- und den Vorteilen und Nachteilen verschiedener Lernplattformen, sowie eine tiefergehende Betrachtung der moodle-Plattform (natürlich von einem Griechen erfunden). Wir lernten dabei zuerst einmal zu fokussieren auf das Ziel von e-Learning.

Control_Room.pngDistance Learning gibt es ja schon seit Jahrhunderten, es ist grundsätzlich nichts Neues, nur die Tools dafür ändern sich bzw. werden effizienter und für viele Menschen erreichbarer im Zuge der Digitalisierung. Das Bildungsziel und die zu erreichende Zielgruppe sind zuerst die entscheidenden Kriterien, anhand dessen sich die Wahl der Methoden und der Tools auszurichten haben. Oftmals ist Blended Learning ein guter Weg, also eine Mischung aus Präsenz- und E-Learning. Für die Leitung einer Volkshochschule ist es daher unerlässlich, sich zuerst über die grundlegenden Fragen Gedanken zu machen: Wen will ich erreichen? Was will ich erreichen? Was ist das Ziel? Daraus können dann die einzelnen Mittel, Tools, Plattformen, Mischungen, Didaktiken und Methoden abgeleitet werden. Das kann in jedem Fachbereich oder Projekt anders beantwortet werden. Die Frage stellt sich auch, welche Ressourcen stehen mir als Volkshochschule zur Verfügung? Welche Dozenten lasse ich ausbilden, und mit welchen Inhalten? Zuletzt stellt sich die Frage nach der technischen Verfügbarkeit - welche Plattform ist die geeignetste und wie lässt sich diese im Rahmen der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten umsetzen? Diese Fragen stehen jetzt am Anfang einer digitalen Strategie, die es in der eigenen VHS umzusetzen gilt.

Automat.jpg.1Zukunft II

Für alle Beteiligten beeindruckend waren die digitalen Projekte der Kommune Trikala und die Möglichkeiten, die sie in diesem Rahmen ihren Bürgern bietet. Der „control room“ war ein sichtbares Sinnbild des Fortschritts, der den Bürgern unmittelbar zugutekommt. So konnte live beobachtet werden, wo sich derzeit genau kommunale Fahrzeuge aufhalten oder bewegen. Ein anderer Screen zeichnete die Umweltbelastung verschiedener Parameter im Stadtgebiet auf, ein dritter die jeweilige Nutzung der Flächen der Gemeinde. An einem elektronischen Servicepoint können die Bürger der Stadt eine Reihe von Anliegen automatisiert erledigen lassen oder sich offizielle Dokumente ausdrucken.

Band.jpgVergangenheit II

Am Ende war der Besuch eines Konzertes mit zwei Musikern des Rembetiko ein emotionaler Abschluss der Reise in ein Land, in dem die Tragödien der Vergangenheit schmerzhafte Narben auf der Psyche der Menschen hinterlassen haben. Der „griechische Blues“ Rembetiko erinnert an die vielen Tausenden Toten und an den Verlust der Heimat an der jetzt türkischen Westküste. Eine Musik, in deren Schönheit ein Versuch liegt, den Menschen Linderung und Trost zu verschaffen, ohne zu vergessen. So nah liegen in Griechenland Vergangenheit und Zukunft beieinander.


 Silvia Engelhardt

@Trikala in BLUE

Using information technology to enhance creativity, innovation and productivity into working environment - the aim of the course was to provide participants with practical guidance to the use of ICT tools into teaching methodology, providing a good opportunity to interchange skills and knowledge at international level.

GruppeanSee.jpgThe project was carried out in Trikala in the institution AKETH, which is the Developmental Centre of Thessaly, Learning centre for teachers, educational staff specialized in ICT, Innovation for EU projecst and internationial partners.

Participants had a chance to improve their ICT skills and knowledge, such as the use of internet tools, Digital collaborative tools, create Questionnaires and surveys, sharing docs in Cloud mode. Learning Moodle learning platform as an alternative way of teaching.

IsaClaudiaPeterSophia.jpgThe learning sessions where well-organized, in ordert to provide a good balance betwwen learning sessions and implementation of course targets, taking into account the timing needed to meet also  local culture and the innovation, which ICT has brought the little town of Trikala. Cultural visitis tot he area, have been very interesting

As the region has a great heritage in terms of Monuments, Monasteries and landscape the programme included some visits to this extraordinary cultural and landscape heritage,. In particular Plastira Lake and Meteora, with its monasteries, attract thousands of tourists every year.

Kloster.jpgProbably this aspect related to tourism, and the fact that Trikala has been connected to international visitors, even if it so far away from the main airports (4 hours from Athens) and most greek cities, Trikala, has gained over the years, and probably over the centuries, such an enormous importance as cultural centre, that public institutions, have invested a lot to create a a modern and innovative environment.

The visit to e-Trikala (Municipalities enterprise aimed at offering e-services to Trikala citizens) has been one oft he most interesting part of  the programme, since  participants had a chance to meet professionals and specialists reporting their experienc,e while working for e-Trikala. Technology, innovation and ICT skills have provided the most modern and advanced services to Trikala citizens. From public transports, to security, traffic control, health services, and waste collection are  in network in real time. In Trikala most public services are carried out, by the Municipality in the most smart, innovative and efficient  way.

Zeugnisübergabe.jpgAs a personal experience I can only recommend  to my collegaues Erasmus + since it has given us a great opportunity to meet new technologies blended with the most modern, innovative High-tech.

Isabella Calvagna

My famous trip to Trikala

Kipion.jpg.1Trikala is a beautiful city located in northwestern Thessaly Greece. You may not think so when you first enter the city and pass the agricultural land, industrial buildings,  houses and apartments that have seen better days. But once you get to the center of the town you will realize that you have come to a special place, similar to a fairytale ‘ Alice in a wonderland’. Beautiful serene Lithaios river flowing through the city.  Lively city square surrounded by colorful shops, stand-up eateries bakeries selling delicious mouth watering cakes & Turkish-style cookies and busy & swamped tavernas.

My trip to Trikala with BLUE group ‘A small travel gang ‘was worth a risk!

Platz_Steine.jpg.1

I met my gang at the Athens airport and together we headed towards Trikala, approximately 4 hrs journey, had a stopover in between for a short coffee break. We reached Karditsa, a city 30 kms away from Trikala, around 8:00 pm and checked into the hotel Kierion.

We had our first dinner together in a hotel, where we met Mr.Gulsah Aksoy the director of Aketh Academy who had come along with his partner to welcome us. It was a quiet yet very pleasant evening.

A simple Hello could lead to million things

… and we  commuted every day to our training center Aketh.

On the morning of the day one, my alarm hadn’t even gone off yet and I was wide awake. I sat up, took a couple of deep breaths and tried to calm myself down. I was clearly very anxious about meeting new people, wondering if I’ll be able to fit in.

First day training center was very relaxing we received our complete itinerary plan for five days and detailed introduction about the city and the course ‘Blended learning’. Methods, material, E-learing, open learning etc.

We learned to work with several tools like Moodle software- how to use it in clouds and other features I.e teleconferencing and blackboard.

After a hefty lunch in a local Taverna we spent over an hour wandering and talking through this remarkable old city.

Essen.jpg.1"Good food is all the sweeter when shared with Good Friends"

Day 2- Trikala is a quite a touristic city  a perfect mix of ancient Greece culture and E-trikala city, we had a trip to municipality office were we attended the presentation about E-Trikala and the trial of first autonomous buses trial they had in 2010. The general idea of the project is to develop an integrated platform which will get as input data for any type of mobility (from public transportation to public bicycles and electric vehicles).

Burgansicht.jpg.1Day 4 - A UNESCO World Heritage Site, the monasteries of Meteora, and a castle in Trikala. We had a gala traditional greek evening with drinks, sumptuous food , enjoyed ’Hores- traditional Greek dance’ & danced to the tunes of soulful music.

Its better to see something once than to hear about it a thousand times…..

Day 3- Had an Educational trip to Municipality of Trikala. By creating infrastructure and by providing services, E-Trikala continuously aims to the development of Information and Communication Technology (ICT) based applications, oriented to the improvement of all citizens’ everyday life. For example: e-transportation, e-education, e-health, e-government & e-democracy, geographical information systems, networks (Wi-Fi,fiber optic, Wi-Max pilot application & operation) and event planning & organising (exhibitions, conferences, galas).

Werkstatt.jpg.1Day 5 - We visited the famous lake and a magnificant lake resort and spa Kazarma for coffee. In the evening we went to the pub and enjoyed the drinks and live music.

Day 6 - With a sweet goodbye and a luggage full of memories we started back to Athens, after breakfast. "Take every chance you get in life, because some things only happen once."  (Karen Gibbs)

It was awesome, the best trip I’ve been on with ‘Stranger-Friends. I came back telling stories to all my friends.

Monika Paul