BLUE-Zypern_Graab_Pics (4).jpg.1

Historische Antike und Virtuelle Moderne in Zypern

Bild 1.jpg.12Unser online Meeting vor der Reise (für BLUE – Blended Learning usability experience) mit Leiterin des Projektes Claudia Graab und Peter Westebbe (technischer Support der Plattform Mahara) war der richtige Weg, sich und die Plattform Mahara durch neuen technologischen Kommunikationsmedien kennenzulernen und die Kostprobe für unsere Bildungsreise.

Sonntag: Am Flughafen von Larnaca sind einige Teilnehmerinnen mit einem Minibus nach Limassol abgeholt worden. Dort haben wir gleich unseren Trainer Wadud Sultan und andere Teilnehmer getroffen. Abends hat die Gruppe mit der Leiterin von ILC („Inspired Learning Centre“ - Bildungspartner in Zypern), Karolina Gladych, zusammen gegessen. Dabei haben wir uns alle kennengelernt.

Montag: Der erste Teil unsere Fortbildung war mit Karolina Gladych „Lighten up – teaching with less stress and more ease and flow“. Auf spielerische und sehr entspannte Art haben wir Teilnehmer uns vorgestellt. Dabei ist eine Gruppendynamik entstanden, die bis Ende der Fortbildung angehalten hat. Wadud Sultan (unser kompetenter und netter Trainer von der internationalen SOAS University London) hat uns mit einigen Beispielen und offener Diskussion die relevanten online Foren vorgestellt. Dabei ist uns Teilnehmer die neue Rolle von Lehrenden und Lernenden mit der neuen online Technologie bewusstgeworden und die Möglichkeiten, diese effektiver nutzen zu können, um eine aktive und motivierende Partizipation der Lernenden zu erzielen und sie zu unterstützen. Danach wurde uns die Plattform Padlet präsentiert, und anschließend konnte jeder Teilnehmer eine eigene Padlet-Plattform erstellen, um unsere digitalen Fähigkeiten auszutesten.

Bild 2 klein.jpg.25Dienstag: Bei dieser Bildungsreise hatten wir auch die Gelegenheit, die Universität für Technologie in der Stadt Limassol kennenzulernen. Es ist eine Universität mit sieben Fakultäten, die auf die Altstadt Limassol verteilt sind. Man hat uns die Bibliothek und einen Hörsaal gezeigt und uns ausführlich über die Universität informiert. Kurz danach hatten wir auch die Gelegenheit in der Abteilung für Maschinenbau und Materialwissenschaft, Panagiotis E. Keivanidis, zu erleben, der uns in einem sehr lebendigen Vortrag mit visueller Unterstützung die neueste Entwicklung organischer Photovoltaik mit Nanotechnologie näherbrachte. Auch ohne viel Ahnung von Chemie oder Nanotechnologie hat er es geschafft uns alle zu begeistern. Nachmittags bei der Schulung wurde uns das Konzept „flipped classroom“ präsentiert mit allen Vorteilen und Herausforderungen dieser „invertierten“ Form des Lernens: mit Unterstützung von kurzen Videos oder Lektüren, die die Lernenden zu Hause vorbereiten können, hat man im Unterricht mehr Zeit für Diskussionen, Projekte und andere Aktivitäten, die sonst zu kurz kommen. Mit Begeisterung haben wir die neue Plattform getestet. Am gleichen Tag konnten wir in kleinen Gruppen unser eigenes Video (bis max. 6 Minuten) selbst produzieren.

Mittwoch: Auf dem Weg nach Paphos (Europäische Kulturhauptstadt 2017), durften wir auch die archäologischen Ausgrabungsstätten von Kourion mit dem noch heute benutzten Amphitheater besichtigen. Danach haben wir einen Zwischenstopp am Aphrodite Geburtsort eingelegt mit einem wunderschönen Meeresblick und erfrischendem gepressten Granatapfelsaft. Danach ging es weiter durch eine sehr schöne Landschaft nach Paphos. Dort haben wir eine der wichtigsten archäologischen Ausgrabungsstätten Zyperns, wie das Haus des Dionysos, besichtigt. Die Reiseführerin Melina, unserer Begleiterin bei diesem Ausflug, konnte uns viel über ihr Land und Kultur sowie über die Ausgrabungen und griechische Mythologie sehr lebendig berichten.

Donnerstag: Am Vormittag haben wir uns weiter mit dem flipped classroom beschäftigt und es wurden die selbst gedrehten Videos vorgestellt und diskutiert. Eine sehr kreative Arbeit!

Danach haben wir die Plattform EDPuzzle, die uns alle sehr begeistert hat, getestet und für unsere eigene Übung auf dieser Plattform verwendet. Nachmittags haben wir einen Ausflug ins Landesinnere nach Troodos Gebirge unternommen. Dort haben wir eine kleine Weinkellerei besucht, wo sie noch aus eine der ältesten existierenden Weintrauben Wein gewinnen, in gleicher Weise wie zu Homers Zeiten. Das nah gelegene alte Dorf Omodos hat ein altes Kloster mit einer schönen orthodoxen Kirche, gepflasterten Straßen und kleinen Kunsthandwerkerläden.

Freitag: Die Quiz Erstellung mit Kahoot hat uns allen sehr gefallen. Auf diese spielerische Art etwas zu lernen ist einfach genial! Nicht nur Lehrende haben Spaß bei der Vorbereitung, auch Lernende beim Mitmachen. Diese Fortbildung war für mich sehr hilfreich und sehr motivierend. Damit habe ich nicht nur neue digitale Fähigkeiten entwickelt, sondern viele neue Ideen, um meine Sprachkurse noch besser und motivierender zu gestalten. Auch die Teilnehmende der Fortbildung waren eine große Bereicherung. Dank unserem Trainer Wadud Sultan, der uns sehr kompetent und gefühlvoll viele online-gestützte Möglichkeiten und zahlreiche Tools beigebracht hat, können wir diese im eigenen Unterricht gezielt und sehr gerne einsetzen.

María-Dolores Rodríguez Vivas

Meine BLUE Experience auf Zypern

Montag, 30. Oktober 2017

Unser Fortbildungsprogramm begann am Vormittag mit einer allgemeinen Einführung von Karolina Gladych, einer Psychologin aus Polen, über das Thema Lehren im Allgemeinen. Sie verwies dabei auf die ursprüngliche Bedeutung des lateinischen Verbs educare, was herausführen bedeutet und meint, dass es die Aufgabe des Lehrers sei, sich auf die Ressourcen der Teilnehmer zu beziehen und diese aus ihnen herauszuziehen. Karolina unterstrich die Wichtigkeit, dass der Lehrer seine Aufgabe entspannt und ausgeglichen angeht und dass dabei das Motto "Weniger ist mehr" entscheidend ist. Gerade diese Aussage fand ich in meiner Tätigkeit als Lehrer für Deutsch als Fremdsprache und Alphabetisierungs- sowie Zweitschriftlernerkurse sehr entlastend. Denn auch ich tendiere dazu, mit einem Stapel Kopien hektisch in den Unterricht zu gehen und meine Schüler und auch mich zu überfordern. Ein einfaches Tafelbild ist da vielleicht die bessere Alternative. Am Nachmittag stellte uns Wadud Sultan, unser aus Pakistan stammender Trainer, der in London an der SOAS Universität E-Learning unterrichtet, das Padlet vor. Dabei handelt es sich um eine digitale Pin-Wand, die im Gegensatz zur analogen Kreidetafel kollaborativ bearbeitet werden kann. Bereits vor Beginn unseres gemeinsamen Fortbildungsaufenthalts aus Zypern konnte sich die Gruppe mittels dieses Tools kennenlernen. Es bedarf keines Logins, sondern via Link konnten wir Teilnehmer uns steckbriefartig vorstellen. Und tatsächlich fungiert dieses Medium perfekt als Eisbrecher. Dadurch, dass ich virtuell schon einiges über Hobbys und Lektürepräferenzen der anderen TeilnehmerInnen erfahren hatte, konnte ich im direkten Kontakt leichter ein Gespräch beginnen. Interessant fand ich, dass man mit diesem Medium zeit- und ortsunabhängig mit mehreren Benutzern gleichzeitig arbeiten kann und dass dieses relativ selbsterklärend und niederschwellig und auch mit einem Smartphone möglich ist. Kreativ können Bilder, Videos, Links und Posts in diesem Forum miteinander geteilt werden. In jedem meiner Kurse stellen sich die Teilnehmer einander vor und so kann ich mir gut vorstellen, dieses Tool einzusetzen – zumal man die „Pinwand“ auch ausdrucken und im Klassenzimmer aufhängen kann.  

Bild 1 klein.jpg.34Dienstag, 31.Oktober 2017

Am Vormittag besuchten wir die Technische Universität in Limassol und bekamen durch eine Führung Einblick in die Bibliothek und das Studium in Zypern, was sehr interessant war. Am Nachmittag stellte uns Wadud das didaktische Konzept des Flipped Classroom vor. Lerninhalte werden den Teilnehmern vorbereitend - beispielsweise in Form eines Videos - zur Verfügung gestellt, während die gemeinsame Zeit im Klassenraum für Fragen und Anwendung in Form von Übungen genutzt wird. Das Video sollte idealerweise nur 15 Minuten lang sein. Die Studenten können so in ihrem eigenen Tempo lernen, immer wieder zurückspulen und dem Lehrer bleibt mehr Zeit für die Anwendung zusammen mit den Studenten. Allerdings erfordert diese Methode technische Voraussetzungen, die nicht überall gegeben sind. Ich arbeite viel mit Flüchtlingen zusammen, die nicht überall freies Internet zur Verfügung haben und deren Downloadkapazitäten auf dem Smartphone auch nicht unendlich sind. Außerdem ist da auch eigenverantwortliche Motivation der Teilnehmer Grundbedingung, die von etlichen Teilnehmern, die Frontalunterricht und diktatorische Strukturen im Bildungswesen gewohnt sind, nicht unmittelbar mitgebracht werden, sondern schrittweise erlernt werden müssen. Anschließend wurde uns gezeigt, wo gute Videos zu finden sind und wir wurden aufgefordert, unsere eigenes Lernvideo zu erstellen und mit KineMaster zu bearbeiten. Dabei bin ich schon auf das erste technische Problem gestoßen, dass mein Smartphone nicht genug Speicherkapazität hatte die App herunter- zuladen. Der Abend war besonders schön, denn unsere irische Teilnehmerin Alison Boardman konnte sich eine Gitarre leihen und wir hatten ein „Wunschkonzert“ aus dem Celtic Aly Travel Songbook, wobei wir erleben durften, dass einige unserer Mitlernerinnen besondere musikalische und schauspielerische Talente hatten (besonders die mit italienischen und angelsächsischen Wurzeln). Auch lernten wir, dass Löffel durchaus kreative Funktionen erfüllen können. Vor allen Dingen zeigte sich in einer digitalen Welt, wie wichtig unmittelbares gemeinsames Erleben ist. Dieser Abend war dank Alison einfach unvergesslich!

Bild 3 klein.jpg.23Mittwoch, der 1. November 2017

Dieser Tag war  ein Ausflugtag und wir bekamen die historische Schönheit Zyperns zu Gesicht. Das war sehr angenehm, denn Limassol ist bis auf wenige Attraktionen in Altstadt (Moschee und Burg, in der Richard Löwenherz die Spanierin Berengara ehelichte) eher eine gesichtslose Bettenburgenmeile. Wir streiften die Burg Kolossi von weitem, besichtigten Kourion mit interessanten Mosaiken und einem Theatron, fuhren in die Kulturhauptstadt Paphos, wo ein pittoreskes Kastell im Hafen zu sehen und wunderbare Mosaiken zu bewundern sind.

Donnerstag, der 2. November 2017          

Heute wurden die selbst erstellten Videos vorgeführt und besprochen. Wichtig waren dabei Fragen, nach einer Einführung, Körpersprache, Blickkontakt und Verständlichkeit. Kombinationen aus Text, Bild, Ton und einem Kommentator sind didaktisch besonders wertvoll. In diesem Zusammenhang lernten wir Edpuzzle kennen. Dies ist eine Anwendung, mit der Filme bearbeitet, d.h. zum Beispiel gekürzt und mit verschiedenen Annotationen, Fragen und Aufgaben für die Teilnehmer versehen werden können. Dies ist eine sehr hilfreiche Anwendung, die eines Logins des Schülers bedarf und mit der Videos auf wichtige Sequenzen gekürzt, kommentiert und didaktisch aufgearbeitet werden können. Am Nachmittag fuhren wir in das Troodosgebirge, lernten den  Wein Zyperns kennen und das malerische Dorf Omodos mit einer schönen Klosterkirche und einer prächtigen Ikonostase. Die Höhen des Troodosgebirge mit einem Wasserfall erlebten wir, weil es im Osten Europas zu dieser Jahreszeit die Sonne schon zeitig untergeht, leider im Halbdunkeln.    

Bild 2 klein.jpg.23Freitag, den 3. November 2017

An unserem letzten Lerntag wurden wir mit dem Prinzip BYOD – Bring  your own device (nicht bring your own drink – was bei dem schlechten Nestlekaffee beim Frühstück auch keine gute Idee gewesen wäre). Die Studenten sind aufgefordert, ihre eigenen mobilen Geräte, mit denen sie vertraut sind, in den Unterricht  zu bringen. Eine Devise, die nicht unbedingt auf meine Teilnehmer anzuwenden ist, die meistens nur über Smartphones verfügen, während in den Räumen, in denen ich unterrichte kein W-LAN verfügbar und dafür das Internet schlecht ist. Besonders spielerisch und didaktisch gut einsetzbar fand ich die Lernplattform Kahoot. Mit Hilfe von Kahoot kann ein Quiz zum Lernstoff erstellt werden, das ähnlich wie beliebte Quizsendungen im Fernsehen funktioniert. Der Moderator muss sich bei kohoot.com anmelden und kann ein Spiel, aber auch eine Umfrage erstellen. Dieses kompetitive Spiel kann die Schüler motivieren, den Unterrichtsstoff zu lernen – es kann aber auch für langsam reagierende Mitspieler frustrierend wirken. Auf jeden Fall ist auch dieses Tool niedrigschwellig, einfach in der Anwendung – die Mitspieler können via Zugangs-PIN teilnehmen – aber es setzt dennoch technische Gegebenheiten voraus, - wie freies Internet und Beamer, die leider nicht an jeder VHS zur Verfügung stehen. Am letzten gemeinsamen Nachmittag hatte ich noch ein sehr schönes Erlebnis mit Lola in einer orthodoxen Kirche in Limassol. Eine Frau, die – wie wir beim gemeinsamen Abschiedsessen von Karolina erfuhren - wohl zu Ehren des Namenspatrons ihres Kindes, einen Kuchen gebacken hatte, ließ diesen von der Ikone des Heiligen segnen und schenkte Lola und mir ein Stück Kuchen. Dieses Teilen mit Fremden hat mich sehr beeindruckt. Nach dieser sehr inspirierenden und sonnigen Woche auf Zypern, wo wir so viele neue didaktische Tools gelernt haben, war auch die Rückkehr in die digitale Wüste der VHSen vor Ort etwas frustrierend. Leider ist man als Lehrer für DaF in Integrationskursen in ein festes Korsett mit Lektionen, Übungen und Tests gepresst, so dass wenig Handlungsspielraum für neue Didaktik bleibt – hoffentlich ändert sich da auch etwas. Dennoch bin ich der festen Meinung, dass man nur dann ein guter Lehrer sein kann, wenn man selbst ein Lerner ist und seinen Unterricht immer wieder hinterfragt und neugestaltet.

Ein herzliches Dankeschön an Claudia Graab und den Bayrischen Volkshochschulverband, die mir die Möglichkeit des Lernens eröffnet und mir die Teilnahme an dieser anregenden Fortbildung mit wunderbaren Menschen aus so vielen verschiedenen Ländern ermöglicht haben. Ich bin mir sicher, dass wir in unserem WhatApp-Forum Neuigkeiten teilen werden, so dass wir alle etwas vom Wissenskuchen abbekommen,  wie es uns die Frau in der Kirche vorgemacht hat.

Andrea Fleischer

Report on my participation in a structured course BLUE in Cyprus

BIld 1 klein.jpgSunday, 29.10.2017:

Arrival in Cyprus at Navarria Hotel Agios Tychonas, Limassol; we - a group of nine participants, teachers and employees of educational centers – had a welcome dinner and got to know each other.

 Monday, 30.10.2017: Introduction and ice-breaker

In the morning Karolina Gladych from the partner institution ILC (Inspired Learning Center) introduced herself and provided an ice-breaker game. For the last 10 years she worked as a coach and a group facilitator from more than 20 countries. She has often been in awe of how resourceful people are, how wonderful ideas, feelings and talents can be found inside them. Once you start experiencing more of your True Self, your life will become easier, more peaceful, more magical, joyful and successful and your creativity will be put to a correct use. In the afternoon session Sultan Wadud, an e-learning officer from the SOAS University of London, made us acquaint with most popular interactive digital tools and online forums which enables the instructor to see how learning is taking place within the group. How can we use online-forums more effectively, what skills and attributes are required for an e-moderator and common issues with forum moderation have been taught by him. Online forum discussion is less likely to devolve into irrelevant conversation than say in a physical group discussion due to a clear set of questions that participant’s progress through. An E-Moderator is a virtual tutor that delivers, facilitates and supports students taking a completely online course. We created our first online virtual wall on Padlet, an internet application that allows people to express their thoughts on a common topic easily.

 Tuesday, 31.10.2017: Visit Cyprus University of Technology CUT

Bild 2 klein.jpg.24We went to Limassol to visit the CUT. A brief introduction of its short history was given. The CUT was established by law in 2003, and accepted its first students in September 2007. The University's six Faculties are located in the city centre of Limassol. Currently over 2600 students are enrolled and served by 250 teaching and research staff with an annual budget of 54 million €. The island’s second largest city, Limassol, spreads out between two ancient city-kingdoms, Amathous to the east and Kourion to the west, two of the most spectacular archaeological sites in Cyprus. In the afternoon session Sultan Wadud introduced the flipped classroom. A pedagogical model in which the typical lecture and homework elements of a course are reversed. Short video lectures viewed by students at home before the teaching session, while face to face contact time is devoted to exercises, projects, or discussions. The teachers have more contact time with students during face to face sessions.

 Wednesday, 01.11.2017: Excursion – trip to archaeological sites and a traditional village

Bild 3 klein.jpg.24Today we started in Paphos with a visit to the archaeological sites of Kourion Amphitheatre and of Kato Paphos. The Kourion Amphitheatre is an impressive 2nd cen. B.C. theatre with beautiful, solid foundations and is still used today for a variety of cultural events. In Kato Paphos we could visit impressive preserved floor mosaics. In the house of Dionysus all guests were given explanations of the Greek mythology of Georgios. Furthermore the medieval castle of Paphos was visited.

 Thursday, 02.11.2017: Continuation of the flipped classroom and excursion to Troodos mountains

Bild 4 klein.jpg.12We evaluated and obtained feedback from peers on flipped video material, explored how to utilise existing videos found on the web, produced an interactive video to test our viewers, discussed the advantages and disadvantages of flipped classroom and finally produced our first flipped video. In the afternoon we went for a trip to Troodos mountain, a popular resort with market stalls, restaurants and cafes. Nature trails, picnic sites and natural waterfalls were found nearby. A short drive out into the surrounding countryside took us through vineyards and acquainted us with traditional wine producing villages.

 Friday, 03.11.2017 Introduction to BYOD

Bring your own device is an approach in which students (and staff) bring their smartphones, tablets, and other mobile devices into the learning environment. One advantage is that students are already familiar and comfortable using their own technology. However BOYD is a challenge for the IT department to manage and ensure all devices are connected and running smoothly. Access to power supply has to be ensured. Students should not forget to charge their devices. We created our own BOYD Quiz with EDPuzzle and kahoot. In the end all participants received a certificate from the partner institute ILC.

 Saturday, 04.11.2017 Departure to Germany

Bild 5 klein.jpg.10We have spent 5 working days and learned more about various digital e-learning tools.
I have personally improved my competences in the use of Information and Communication Technology tools (e.g. computer, internet, virtual collaboration platforms, software, ICT devices). I have increased my awareness on new methods of assessing and competences acquired in formal and informal learning context. Furthermore I have improved and upgraded my knowledge of digital online learning and education systems in other countries. And finally I have increased my social, linguistic, cultural competences and have improved my foreign language skills.

Ansgar Eckert

BLUE Journal Cyprus

On arrival … Sunday Evening

BLUE_Zypern_Boardman_Pic1.jpgLovely to meet all the participants over welcome drinks and dinner.  Different expectations, different backgrounds, different languages, different ages but all with a common goal – to learn, to enjoy, to make new friends and go home with new ideas and technology confidence.  My first encounter ….. lovely Spanish speaking Lola!

Day 1 Monday

I really enjoyed meeting everyone on the first evening at dinner where we all got to know each other. What an international group! Icebreakers and getting to know each other activities continued on the first morning in Karolina’s session with the photo introduction that got people talking on a deep level from the beginning. She then focussed on teacher wellness, less stress – how do you mind yourself as a teacher.

Online Forums – theoretical without looking at a real online forum first or brainstorming what we use.

E-Moderator – good practical tips on how to behave as an e-moderator.

5 stage model – interesting theory

BLUE_Zypern_Boardman_Pic2.jpg

ONLINE FORUMS – How to set up:

http://www.gillysalmon.com/five-stage-model.html

Stage 1 – Access and Motivation

E-moderators:

  • Welcome and encourage participants to interact
  • Help them to feel comfortable in the environment and provide sufficient time to access course material.
  • Provide information on where and how to access learning materials, including any 1-2-1 technical support

Participants:

  • Sort out access to the online system (username & pass)
  • Locate the course/module on the online learning environment
  • Familiarise themselves with the course info and communication tools

Stage 2 – Online Socialisation

E-moderators:

  • Icebreakers / welcome / Set a clear structure and netiquette
  • Rules / Encourage / Summarise

Participants:

  • Send and receive messages / Establishment of groups
  • Realisation more can be learnt and quicker if they team u others to help them progress.

Stage 3 – Info exchange

Emoderators:

  • Facilitate structured activities / Assign roles and responsibiliites
  • Support use of learning materials /Encourage discussions
  • Summaraise findings and/or outcomes
  • Facilitating tasks and supporting the use of learning materials

Participants:

  • Carry out set activities / Report and discuss findings

Stage 4: Knowledge Construction – facilitating process

  Emoderators

  • Tutor is very active / Facilitate open activities and the learning process
  • Ask questions for participangs to consider / Ecourage reflection
  • Ecourage participants to question theory and practice e.g. links (lack of connection) between theory ad work-based practice

Participants:

  • Conferencing / Course-related discussins
  • Critical thinking applied to subject material
  • Making connections between models and work-based learning experiences

Stage 5 Dev – supporting and responding

Emoderator:

  • Tutor is less active and hands over to the students
  • Encourage participants to lead disc & encourage reflection
  • Use of conferencing in a strategic way /Integration of CMC
  • Reflection / Students become critical of the medium

Case Studies looked at& evaluated in groups. And a nice walk after dinner to see the area.

[Techy Tip: For conference calls, Instead of using skype try Zoom - thanks Karolina]

Evening relaxing exploring a bit.

 

BLUE_Zypern_Boardman_Pic3.jpgDay 2 Tuesday 

Fabulous morning at the CUT and with interesting host Yannis telling us about adult education in Cyprus, how being part of the British colony until the 1960s influenced them – plugs, driving on the left hand side, and more importantly bilingual system and many going to college in the UK.

Thoughts: Old town, doors, graffiti, students in the centre, shops, restaurants, tourist groups with leaders holding up their ‘follow me’ flags from different countries. Melting pot …. West and East …. Very Western with Pizza Hut, McDonalds & Coca Cola everywhere.  But run down, cats everywhere, rubbish in the streets, half-finished buildings remnants of the recession …. Tourism thriving, painted, tired smiles on waiter’s faces … sleepy supermarkets -  dusty and dormant for another few months …yet life goes on, mortgages have to be paid, kids put through school … the breeze blows constant promise from the sunshine and sea of another summer’s earnings on the way. 

BLUE_Zypern_Boardman_Pic4.jpgWe had a good afternoon session on the Flipped Classroom and use of videos to use the classroom time more for critique, discussion and analysis of videos already sent to students – good for third level but for language teaching …. We then made our own videos despite being exhausted!  Dinner at the hotel.  Ended with a sing song picking songs from the Irish music song booklet at the hotel

[Techy Tip: Very handy, portable tripod and microphone for online teaching thanks Claudia!]

Day 3 Excursion

Wed cultural visits – good to have a down time day enjoying beautiful Cyprus and meeting wonderful people … and the lady who saves cats in the area!

[Techy Tip: Join CMALT – Chartered member of the Association of Learning Technology – thanks Wawud]

Day 4 Thursday

Day 4 Thursday Morning session – new tool Kinemaster to show videos – really enjoyed making the video and made mistakes, so I really tried!  But the sound of waves which were too loud!

BLUE_Zypern_Boardman_Pic5.jpgHowever it was very interesting to look at eachother’s videos and compare to the professionally developed one that Andrea showed us.  I also showed screen capture software – Snagit which I posted to Padlet on Monday when we created the Padlet Teaching Resources Wall.

Afternoon the Mountains made everyone feel a bit shaky!

[Techy Tip:  Youtube uploads plus video making app Kine – Thanks Wadud]

Day 5 Friday

Morning learning software kahoot and reviewed the course & filled in questionnaire

A truly wonderful group – managed well by the trainer, each going away with lots of interesting material to pass on to our schools, colleagues and students.

Alison Boardman

BLUE - Meer und mehr

BLUE-Zypern_Mola_Pic (10).jpgAbflug München Larnaka, natürlich regnet es. Wir treffen andere Teilnehmerinnen am Flughafen und fahren mit dem Kleinbus durch die Zypriotische Landschaft, westwärts in die Stadt Limassol. Der Fahrer fährt rechts. Stimmt, auch die Engländer waren hier! Vor Ihnen waren es Griechen, Römer, Kaufleute und Patrizier aus Genua und Venedig und dann die Osmanen. Ich bin im Süden, man spürt hier schon den Orient, Syrien und den 80 km entfernten Libanon. Man sieht und hört viele russische Touristen, die in Bayern schon seit einigen Jahren ausbleiben.

BLUE-Zypern_Mola_Pic (6).jpgDas Hotel ein 80er Jahre Kastenbau Pool und Tennisanlage. Innen: die Hall aus Marmor, Rezeption, Schaukästen mit dem Schmuckangebot der lokalen Handwerker, Bar Lounge und Speisebereich. Der Strand ganz nah, wenn man den Rechtsverkehr auf der Einfallstraße bei der Überquerung überlebt. Zimmer, alles gut, das Internet läuft, ich habe einen Adapter. Denn auch die Steckdosen sind englisch! Meeresblick, das ist gut!

BLUE-Zypern_Mola_Pic (7).jpgErstes Kennenlernen des ILF Institut und unseres Trainer Sultan Wadud. Im Vorfeld haben wir uns alle auf einer Padletseite vorgestellt. Vor Ort tauschen sich Teilnehmerinnen und der Teilnehmer über ihre Arbeitsbereiche, Erfahrungen und Erwartungen aus. Die Gruppe ist einerseits ziemlich homogen: wir leben alle in Bayern und arbeiten in oder für Volkshochschulen. Andererseits, heterogen: der berufliche Hintergrund, die digitale Erfahrung, die Englischkenntnisse und auch die technische Ausstattung sind unterschiedlich. Das Lernen in der Gruppe erfordert von allen Flexibilität, das gelingt aber sehr gut in dieser Woche.

Am Montag macht Karolina mit einem Workshop zur „Balance und Präsenz“ im Trainingsalltag, den Auftakt. Sie führt für die Vorstellungrunde eine visuelle Methode mit Bildern ein, die nicht nur den sich Vorstellenden miteinbezieht. Sultan Wadud übernimmt die Gruppe am Nachmittag. Er wird uns für die restliche Woche schulen.

BLUE-Zypern_Mola_Pic (5).jpgDas sind die Themen die auf uns zukommen und die wir theoretisch diskutieren, praktisch umsetzten und in ihrer Anwendungsmöglichkeit reflektieren: online Foren und ihre sinnvolle Nutzung. Das didaktische Konzept des „flipped classrooms“, das durch die vielfältigen digitalen Möglichkeiten wieder neue Attraktivität erhält. Wir diskutieren die Vorteile seiner Anwendung, besprechen die Umsetzung, bis hin zu den benötigten Ressourcen seiner Implementierung. Dabei geht es dann auch um BYOD, um private mobile Endgeräte wie Laptops, Tablets oder Smartphones und ihre Integration in die Netzwerke von Schulen, Universitäten, Bibliotheken und anderen (Bildungs-)Institutionen. Wir üben den Einsatz des Schnittprogramms Kinemaster, jeder dreht seinen ersten Film-Versuch, der in gemeinsamer Runde kollegial reflektiert wird. Dann lernen wir kahoot kennen und lieben. Mit diesem Tool kann man spielerisch Umfragen designen oder ein Quiz konzipieren. Edpuzzle ist ein weiteres Tool, mit dem aus Videos, interaktive Videos generiert werden können.  Damit kann man die Lerner während des Lernprozesses einbinden und ihre Fortschritte und Arbeitsweise beobachten. Der Einstieg in die vorgestellte Software ist schnell gemacht und die Nutzung erfordert neben der Anfangseuphorie auch ein bisschen Beschäftigung.

BLUE-Zypern_Mola_Pic (3).jpgMeine interkulturellen Highlights: Auf jeden Fall der Besuch der Universität in Limassol und seiner hauptsächlich digitalen Bibliothek. Iannis unser Gastgeber führt uns durch die Laboratorien und erzählt von europäischen Austausch der Studenten und Programmen. Melina, unsere charmante Führerin, die in Nürnberg Deutsch studiert hat, berichtet uns vom antiken Zypern und den mythologischen Welten der Griechen und der etwas pragmatischeren der Römer. Sie führt uns nach Kourion zu einem der eindrucksvollsten griechisch-römischen Amphitheater aus vorchristlicher Epoche. Auf einem Felsplateau bot und bietet es Platz für 3000 Zuschauern. Der Blick auf das Meer ist atemberaubend und die Akustik soll es auch sein. Melina beschreibt auch die Wunde die, die Trennung und das auf allen Seiten erlittene Unrecht bis heute verursacht.

BLUE-Zypern_Mola_Pic (8).jpgWas nehme ich mit? Ein bisschen Helligkeit und Meer! Und ich nehme viele Anregungen, Methoden und digitale Tool mit, die ich in meinen Veranstaltungen einsetzten und meinen Trainerinnen im Bereich Interkulturalität weitergeben kann. Und ich weiß einfach wieder, was ich an Volkshochschule mag: verschiedenste Menschen, die alle das Ideal der Teilhabe durch Bildung ihrem Herzen tragen. Danke!

Elisabetta Mola

Ab ins Dreiländereck des Ostens

BLUE-Zypern_FiorenzaGutiérrez8.jpgAlles begann über Nacht. Im Beifahrersitz, anwesend nur in Gedanken, saßen die Worte Stefan Georgs, ein eher vernachlässigter Dichter, auf dessen Werk ich kurz davor zufällig gestoßen war. Kurzgefasst besagten sie Folgendes: „Berührung mit andern Völkern andern Sitten anderer Weisheit [...] ist das beste Mittel zur Ausrottung aller Steifheit aller Verblendung alles Stumpfsinns aller Knechtschaft kurz alles Schlimmen im Geschicke der Völker.“ (Stefan Georg zitiert von Rieckmann, J. A companion to the works of Stefan Georg, Camden House, 2005.) In der Tat, dachte ich.

BLUE-Zypern_FiorenzaGutiérrez3.jpgDurch die kurvigen Schatten der nebelüberzogenen Berge steuerte ich nun also mein Auto vom ländlichen Allgäu, dem sogenannten Dreiländereck, an den ausufernden Westen, nach Basel, auch ein gewisses Länderdreieck, wie mir bald bewusstwurde. Zypern würde übrigens diesem `Prinzip´ nicht fernbleiben. Wie uns die Fremdenführerin im Nachhinein erklären würde, erweist sich heutzutage die Insel als einziges Land, das nach wie vor unter der Beaufsichtigung von drei Garantieländern steht und zwar Griechenland, die Türkei und die ehemalige Besatzungsmacht GroβBritannien. Noch in der Vormacht zum eigentlichen Kursbeginn wurde mir im Gespräch mit einem einheimischen Souvenirhändler bewusst, wie sehr diese Umstände den Charakterzug der Bevölkerung im Tiefsten geprägt hatten. Ganz unerwartet holte er aus einer kleinen Schublade einige Briefmarken heraus und tischte sie auf. 0.02 Cent waren sie wert. Dieser Betrag sollte vorschriftsmäßig allen Flüchtlingsorganisationen zugutekommen. Als Lehrbeauftragte eines Integrationskurses war ich natürlich berührt mit welch einfachen Initiativen man Großes bewirken kann.

Beim Auftakt unseres ersten Seminartages wurde zu meiner Überraschung diese Idee in gewisser Weise wieder aufgegriffen. Unser wundervoller Coach, Karolina Gladych, brachte uns anhand von unterschiedlichen Gemeinschaftsspielen nahe, wie wichtig es für uns Dozenten ist, unser kreatives Potential aus dem angeblich düsteren Alltag zu schöpfen. Der Nachmittag war wiederum der theoretischen Einweisung dessen gewidmet, wie man in optimaler Weise Online-Foren betreut. Diesmal unter der Aufsicht unseres IT-Experten, Herr Sultan Wadud.

BLUE-Zypern_FiorenzaGutiérrez2.jpgDer Folgetag brachte uns am Vormittag interessante Einsichten in eine der herausragensten wissenschaftlichen Forschungseinrichtungen in Limassol: die Technische Universität. Erst seit 2007 im Stadtzentrum eingeweiht, beherbergt sie aktuell 7 unterschiedliche Forschungsabteilungen, eine davon den Systemen der nanostrukturierten Materialien gewidmet, wie uns ein Dozent im Labor vorzüglich anhand eines kurzen Vortrags erklärte. Sogar das Schlendern von einem Universitätsgebäude ins andere erwies sich für wache Augen als ein wahres Aufrütteln des Gewissens. Nie hätte ich vermutet, dass ein schlichter Graffiti-Aufzug dermaßen aufschlussreich die aktuellen sozialen Umstände erfassen könne.

Am Nachmittag dann die Frage: Wie gehe ich am effizientesten mit einem geflippten Unterricht um? Sollte es sich auf eine gewisse Zeitspanne beschränken und mögliche Konfliktthemen vermeiden? Unterschiedliche Ressourcen zum Ausdruck bringen und genug Zeit für organisatorische Aspekte und mögliche Rückfragen einplanen? Feedback-Gelegenheiten bieten? Die Antwort auf eine Mehrheit dieser Fragen lautete ja.

BLUE-Zypern_Fiorenza Gutiérrez4.jpgDer Mittwoch war dann voll und ganz den kostbarsten Natur- und Kulturschätzen der Insel vorbehalten. Auf unserem Weg nach Pafos machten wir einen Halt an einem Strand namens Petra tou Romiou. Der Legende nach soll an dieser Stelle Aphrodite, die griechische Göttin der Schönheit und der Liebe, dem Meer entstiegen sein. Doch alles begann mit der schicksalhaften Verbindung zwischen den Urgöttern Uranos und Gaia, dem Himmel und der Erde. Aus Furcht vor der Entmachtung durch seine Kinder, die er mit Gaia gezeugt hatte, verbannte Uranos diese in die Tiefe von Mutter Erde.Gramvoll erdachte Gaia eine List und überredete ihren Sohn Kronos, den Vater mit der Sichel zu entmannen. Was dieser tat. Das abgeschnittene Geschlecht flog ins Meer und verwandelte sich in Schaum, aus dem unsere besagte Göttin emporwuchs.

BLUE-Zypern_Fiorenza Gutiérrez5.jpgNach dem Besuch dieses sagenumwobenen Ortes machten wir einen kleinen Abstecher in das im 2. Jahrhundert aus Kalksteinblöcken erbaute Odeon, wo auch heute noch Überreste der antiken Stadtmauer, der römischen Agora und eines Asklepios gewidmeten Gebäude erhalten sind. Zur Erquickung unser aller kam der quirlige Hafen von Kato Pafos nur so gelegen, denn von dort aus war der Archäologische Park, unser letzter Ausflugsort nur noch ein paar hundert Meter entfernt. Funde aus frühchristlicher, fränkischer, vor allem aber aus römischer Zeit, Katakomben, Kirchen, Bäder, Marktplatz, Theater und vier mit Mosaiken gepflasterte Villen konnten wir dort bestaunen aber herausragend war dabei vor allem das Haus des Dionysos. BLUE-Zypern_FiorenzaGutiérrez7.jpgDie atemberaubenden Mosaike, mit denen der Boden geziert war, stammten allesamt aus dem 2. bis 4. Jahrhundert n. Ch. und zeigten gut erhaltene figurliche, geometrische wie florale Motive eines ehemaligen Patrizierhauses.

Der Donnerstag knüpfte dann wiederum inhaltlich an unseren zweiten Seminartag an. Da hatte das Motto noch gelautet, möglichst unterschiedliche Ressourcen im Sinne von Text-, Audio- und Bildmaterial im Unterricht einzusetzen und sie in einem maximal 15 minutigen Video zu vereinigen. Nun war es an der Zeit einen genaueren Blick auf die meist kostenlos zur Verfügung gestellten Verarbeitungstechnik zu werfen, allen voran die Video-Verwaltungsplattformen Panopto (kostenpflichtig), Snagit, Echo 360, Camtasia, Adobe Presenter und Office Mix. BLUE-Zypern_FiorenzaGutiérrez9.jpgDa die Kursteilnehmer zum Teil nur mit ihren Smartphones ausgestattet waren, bot es sich an, die ersten Probeaufnahmen mit Kinemaster, einem voll funktionsfähigen professionellen Video-Editor für Android, zu machen. Über die Ergebnisse wurde am Ende im Plenum reflektiert. Besonders aber wurden folgende Aspekte dabei hervorgehoben: die Rolle des Dozenten als Moderator, die Ausschöpfung der mit den modernen Ressourcen verbundenen Differenzierungsarbeit im Unterricht, der Beitrag eines Flip-Unterrichts zur Förderung qualitativ hochwertiger Hausaufgaben, das Aufwerten der Teamarbeit und das Einbetten der neuen Technologien in den normalen Alltag. Als erfrischende Abwechslung zu diesem didaktisch betrachtet intensiven Teil machten wir uns noch am selben Nachmittag auf den Weg in das waldreiche Troodos-Gebirge. Im Süden des Massivs bedecken Rebstöcke die Hänge – ein Indiz für Zyperns 4000 Jahre alte Weinbautradition, an der wir dank unseres Fahrers in einer Weinkellerei noch vor Ankunft in Omodos teilhaben konnten.

Abgerundet wurde der Kurs am Freitag mit der Einführung eines interaktiven Quiztools namens Kahoot. Mittels eines Beamers wurden dann nach einer intensiven Vorbereitungsphase der Reihe nach die Quizfragen an die Wand projeziert und von den Teilnehmern anhand ihrer mobilen Endgeräte beantwortet.

Silvia Fiorenza Gutiérrez

Zwei Herzen schlagen in Zyperns Brust

BLUE-Zypern_Graab_Pics (5).jpgZypern ist die größte Insel im östlichen Mittelmeer und die drittgrößte im gesamten Mittelmeer. Als Kreuzungspunkt zwischen Europa, Asien und Afrika findet man dort Einflüsse im täglichen Leben der Zyprioten aus allen drei Regionen. Das Bildungssystem unterliegt dem Prinzip ‚gleiches Recht für alle‘. Jede Person oder jede Institution hat das Recht auf Bildung und Unterricht. Bildung hat in der zypriotischen Gesellschaft einen hohen Status und so pflegt die Insel ihr Weiterbildungssegment.

BLUE-Zypern_Graab_Pics (2).jpgNach dem EU-Eintritt 2004 hat Zypern stark in die Ausbildung und Qualifizierung seiner Bürgerinnen und Bürger investiert und sich insbesondere darum bemüht, ein angemessenes Erwachsenenbildungssystem zu entwickeln. Besonderes Augenmerk wurde dabei auf gute berufliche Bildungsangebote gelegt.

BLUE-Zypern_Graab_Pic (6).jpgDie geopolitische Sonderstellung Zyperns beflügelt einige Bildungsanbieter dazu, Angebote für lebenslanges Lernen zu entwickeln, die einen spielerischen Zugang zur Bildung schaffen. Die Nutzung moderner Technologien eignet sich besonders gut für inspirierende und kreative Formate in einer modernen Erwachsenenbildung. Zusammen mit dem bvv hat das ILC Inspired Learning Centre ein BLUE-Training entwickelt, das sich genau unseren Bedarfen anpasste. Der erfahrene Trainer Sultan Wadud erklärte der Gruppe die neue Rolle des Lehrers, der sich moderner E-Learning-Methoden bedient wie folgt: „You dont want to be spoonfeeding your students, as an E-Moderator you are the catalyst.“ – frei übersetzt bedeutet es ein E-Moderator muss seinen Schülern nicht alles vorkauen, er/sie hat die Rolle des Impulsgebers.

BLUE-Zypern_Graab_Pics (3).jpgWadud zeigte uns mit welchen Tools Schulen in ganz Europa und auch in Kanada bereits sehr erfolgreich arbeiten. Dann tauchten wir selbst ein in den sogenannten ‚flipped classroom‘, was so viel wie umgedrehter Unterricht bedeutet. Es handelt sich hierbei um eine Unterrichtsmethode des integrierten Lernens, bei der die Hausaufgaben und die Stoffvermittlung insofern vertauscht werden, als die Lerninhalte daheim von den Schülern selbst erarbeitet werden und die Anwendung danach erst in der Schule geschieht. In der englischsprachigen Literatur ist diese Methode auch als ‚inverted teaching‘ bekannt.

Wir erstellten alle ein eigenes Lehr-Video, das dann auf Youtube bereitgestellt wurde. Die Gruppe erfuhr hierdurch wie man als Kursleitender eigenes digitales Material für den Unterricht erstellen kann. Darüber hinaus gab uns der Trainer Einblick in die vielfältigen Möglichkeiten der Technik. Er stellte dabei immer die Verbindung zu einer gezielt eingesetzten Pädagogik her.

BLUE-Zypern_Graab_Pics (1).jpg.1Das BLUE-Training „Innovative approaches to improve learner engagement“ hat für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele neue Impulse, Anregungen und Ideen geben können, wie man das Konzept des ‚flipped classroom‘ in den eigenen Unterricht einbauen kann und dadurch das Engagement, aber auch die Kreativität der Schüler anregen kann. Abgerundet wurde die Lernerfahrung durch kulturelle Ausflüge in die griechische Vergangenheit Zyperns. Danke an den Bildungspartner und an die Erasmus+ Förderung für dieses tolle Möglichkeit.

Claudia Graab

Cyprus BLUE

Between August and October we received all kinds of information, including instructions on Mahara – the platform we were to use, Evernote, a tool we were to use for taking notes throughout the training, as well as instructions for Adobe Connect – which was used for our kick off webinar, a link to a Padlet, where Wadud, our trainer, and Claudia, our coordinator, had already introduced themselves by way of a welcome, and added photos. We were asked to introduce ourselves too. It took at least a week for the first person to write and at least another week until the second person did. My excuse was a lack of time, and also a great reluctance to add my photo to an online platform. I imagined that the others, too, were rather shy, or too private to upload photos and therefore hadn’t responded yet. I already felt overwhelmed at the number of different tools/apps etc. And took it as a lesson not to overburden my own students with too much technology.

October25th - Was the day of our first meeting. In our kickoff Webinar Peter introduced the platform, Mahara, and showed us how to navigate our way around it. We introduced ourselves, but I had to type instead of speak because my microphone wasn’t working.

BLUE-Zypern_Bell_Pic1.jpgBLUE Training - Sunday

Finally we all met up face to face at the hotel where we ate together with Wadud, our trainer from SOAS, London, and Karolina from the Inspired Learning Institute. At 54, I felt I was at the middle of the age range rather than the eldest – as I’d thought I’d be; it was going to be a case of the younger, digital natives teaching the older dogs new tricks.

BLUE Training - Monday

Wadud, an expert in flipped classroom technologies, set up the conference room where we were going to be spending a week together: Laptop, projector, a circle of desks, extension cables, water and drinking glasses. We would later discover that the sound was nowhere near adequate for the room, so that the videos that had been carefully prepared were not loud enough for us to hear.

Karolina arrived and Wadud left us in her hands for the morning. She talked about the role of the trainer, the stress and responsibilities we take on. How we often feel we have to know everything, but that the more we try, the less "Universal intelligence" can prevail. She explained universal intelligence as something that exists throughout nature, the thing that means that trees know when to shed their leaves in autumn. I understand it as the very intelligence we suppress when we try too hard, when we think we have to know everything, similar to the way we block learning when we focus on the pressure to learn.

Stress is all in the mind. "Trying to do ....the best we can .... often .... limits our ability .... to do the best we can"

Educo - to draw out - as opposed to “to put in” - drawing out universal intelligence.

Stress is internally created, comes from thought, is transient and determines our experience of life.

We spent the morning introducing ourselves using random photos as a basis. After 3 hours together, I felt that I had a good idea who these people I was to spend the next week with were. I found this an excellent start to the course and would be interested in attending one of Karolina’s training sessions.

This afternoon was dedicated to online platforms.

The process was presented of 5 stages an e-moderator may go through in order to inform students and eventually encourage full participation in a forum/platform, based on the model by G. Salmon 2000.

CMC was a new expression for me: Computer aided communication.

What I understood here was that online forums should always develop organically.

We were given 4 different scenarios with students in forums and asked to write an email to one of them to address the given problem, ranging from participants in a cohort not participating at all to those who were dominating. We worked with partners to compose emails and then compared with our peers. The point was to encourage full participation without allowing individuals to dominate.

I enjoyed working in pairs or in a small group and also appreciate peer feedback and correction. As an educator, you work alone and rarely have the chance to cooperate with other trainers. This is one of the reasons I enjoy workshops – the chance to be the student and to collaborate.

After a short break we turned our attention to Padlet, the tool we’d eventually used to introduce ourselves. Wadud talked us through the steps to set up our own Padlet walls. I immediately saw how I could use this with my classes and invited one group to use a wall I set up for them with links to useful videos that explain areas of English grammar they’d been having problems with. I invited them via our Whatsapp group.

BLUE Training - Tuesday

We took a bus into the city and walked to the library, where we were shown around by Yiannos from CUT – Cyprus University of Technology.

He showed us a YouTube video about the school. I couldn’t help but wonder why we were wasting our precious time there watching something we could have done at home in Germany before we’d left for Cyprus, or even in our hotel rooms in the evening. Talking with Yiannos was much more interesting. Even he had problems with the sound for the video.

It was fascinating to listen to him talking not only about the University, its aims and policies, but also his perception of Cyprus in an international context. - as he answered questions about relationship between Cyprus and Russia, China, Europe, etc.

He took us to the department of chemical engineering, where we were told about some of their projects, like organic electronic solutions for displays, photovoltaic, batteries, etc, about the need for international cooperation: If there’s a lighthouse someone will see it!!

This afternoon’s topic: Flipped classroom

BLUE-Zypern_Bell_Pic2.jpgMuch of this afternoon’s workshop was less interesting for me because it was focused on recording lectures. As a language trainer, I don’t do lectures. The interesting part was when we looked at different sites offering videos, free for trainers to use, like Khan Academy. The idea that the desk becomes a physical barrier to learning was introduced. We were given the task of making a video ourselves, editing them using Kinemaster and uploading them to a YouTube site. The app is only available for Android and Apple devices – a problem a Windows phone user like me knows only too well. Excluded and challenged!

At this point in the day I was exhausted. It had been a long day and we were all tired. I really didn’t feel like making a video. Not that I didn’t want to make one at all; I wanted to make something good, that I could use, and not just make it half-heartedly and hurriedly. Eventually Wadud gave in and agreed to let us have until Thursday morning.

BLUE Training - Wednesday

On Wednesday morning I felt terrible. It was the day of our excursion to Paphos, and I had to drop out. In the afternoon I finally managed to pin down one of the English speaking tourists staying at the hotel and was able to record a short interview she gave me on the difference between English in Scotland and England. The rest of the evening I spent trying to upload it to Wadud’s YouTube site. A problem the Kinemaster users didn’t have. It was so frustrating!!!

BLUE Training - Thursday

On Thursday morning we all showed our videos and gave each other feedback on a range of criteria. Some of them looked really professional, were funny and had obviously had a lot of work put into them. This part of the course was really entertaining. I am definitely motivated to make more videos – especially of native speakers. The woman whose interview I’d shown to the group became an instant star at the hotel, easily recognisable by her Scottish accent and her well endowed distractions. I learned a lot today, for example, to make sure that my victims are not wearing revealing clothes, not to record myself speaking in the interview, mostly because it sounds much louder that the interviewee’s voice, to hold the phone horizontally, and that I can always edit out any mistakes or unwanted footage.

Wadud showed us how to use our videos to make quizzes and comprehensions using Edpuzzle, an excellent tool, which also incorporates videos from YouTube, Khan Academy, etc.

Later that evening I went about interviewing other native speakers at the hotel. Many of them were keen to follow Norma’s example and become movie stars.

BLUE Training - Friday

 Friday was Kahoot day. I’d already been introduced to Kahoot and had enjoyed using it over the previous few months. It’s really easy to use. You can make quizzes, surveys and other puzzles very quickly. It gives your class an adrenalin buzz - particularly useful with longer classes, and encourages the participation of all learners – including the more reticent.

Each of us made a Kahoot and showed it to the rest of the group. Everyone agreed that it was fun.

On the way home

On my way home on Sunday morning, I had a long wait at the airport so decided to finish the journal I’d been writing in Evernote all week. I’m still not sure why we were using Evernote, Mahara and Padlet. Surely one or the other would have done. Maybe it was to show us the range of tools available. However, somehow I’d managed to lose all of the work I’d done on Evernote. I still don’t know how it happened, but it was just another example of how frustrating working digitally can be.

Technical difficulties: Speakers, programs, data loss, internet connections, weak Wi-Fi, etc. All reminders that although we have come a long way over the past 20 years, we are still at the beginning of the digital age.

We belong to the generation of non-digital natives. We can remember winding back cassettes using a pencil, wondering at the advent of the fax machine, the word processor, the compact disc, traveling to cybercafés to communicate with people in different parts of the world. We've seen the advent of the VCR, DVD, PC, internet, smart phones, and smart homes. As trainers we have more tools at our disposal than any other generation before us, yet we are still on the threshold of the digital age, frustrated at the time we spend producing work that gets lost in cyberspace, tripping over cables and trying to lip read. But that doesn't mean that we should ignore this revolution. There is a plethora of tools out there that can make our lives much easier, too; that can empower our learners, give them autonomy and flexibility, can turn a classroom into an exciting place to be, a cinema, a virtual foreign land, a hub …..Our generation can choose. We can stand at the front of the classroom with chalk and blackboard, separated from our learners by desks, spend time typing up ideas and photocopying them, carrying CD players and CDs around with us, looking for authentic realia to personalize our teaching… or we can embrace what this revolution has to offer us and blend our teaching.

Elaine Bell